Starnberger See: Nirgendwo gibt es mehr Ärzte

Starnberg - Nirgendwo in Deutschland ist die hausärztliche Betreuung so gut wie am Starnberger See - zumindest rechnerisch.

Mit einem Versorgungsgrad von 145,4 Prozent liegt der oberbayerische Landkreis Starnberg im bundesweiten Vergleich an der Spitze. Das geht aus der Mittwoch verbreiteten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Freiburg im Breisgau (140,7%) und das westfälische Hagen (131,0%).

Bei einem Versorgungsgrad von 100 Prozent entspricht die Zahl der Ärzte in einer Region exakt der sogenannten Bedarfsplanung von Kassenärzten und Krankenkassen. In die Berechnung fließt aber nicht nur das quantitative Verhältnis von Ärzten zur Bevölkerung ein, sondern auch Faktoren wie das Alter der Bevölkerung und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Stadt und Land. Regionen mit einer Hausarzt-Quote von mehr als 110 Prozent gelten als überversorgt. Die Grenze zur Unterversorgung liegt bei 75 Prozent.

Zu wenige Hausärzte gibt es im früheren Saalkreis in Sachsen-Anhalt, wo der Versorgungsgrad den Angaben zufolge bei gerade einmal 64,8 Prozent liegt. Die benachbarte Region Dessau/Bitterfeld liegt mit 78,6 Prozent auf dem vorletzten Platz, Drittletzter im Ranking ist die brandenburgische Uckermark mit einem Versorgungsgrad von 79,2 Prozent.

dpa

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