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Chaos auf A 95

Karambolage: Wie geriet ein Auto in den Gegenverkehr?

Starnberg/München- Auf Schiene und Straße herrscht am Mittwoch Chaos: Auf der A 95 sind mehrere Fahrzeuge ineinander gekracht. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt.

Am Mittwochmorgen gegen 8.20 Uhr hat sich auf der A95 zwischen Fürstenried und Starnberg (in Richtung München) ein Unfall mit insgesamt fünf Fahrzeugen und sieben Verletzten ereignet. Laut Polizei wurden fünf Personen schwer und zwei leicht verletzt.

Die Polizei fasst den Unfall so zusammen: Ein 37-jähriger Mann aus Eurasburg (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) fuhr mit seinem silbernen VW-Passat auf der A 95 in Richtung München. Er war gerade im Baustellenbereich, ca. sechs Kilometer südlich der Münchner Stadtgrenze, im Gemeindebereich Neuried, unterwegs. Zur Unfallzeit waren drei Fahrstreifen in Richtung Norden und zwei in Richtung Süden freigegeben.

Wegen der Baustelle sind dort zur Zeit keine Mittelschutzplanken vorhanden. Der Eurasburger kam, nachdem er zunächst auf dem ganz rechten Fahrstreifen unterwegs war, vermutlich wegen gesundheitlicher Probleme, nach links auf die Gegenfahrbahn, wo er zunächst mit einem blauen Dacia seitlich kollidierte und dann frontal gegen einen Mini prallte, der hinter dem Dacia fuhr.

Der Dacia und der Mini waren beide auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Süden unterwegs gewesen. Ersterer geriet durch den seitlichen Zusammenstoß mit dem Passat ins Schleudern und kam quer schleudernd auf die Gegenfahrbahn, die in Richtung München führt. Aus Richtung Süden kam nunmehr ein weißer Opel, der seitlich in den Dacia prallte. Der Opel war auf der mittleren Fahrspur in Richtung München unterwegs gewesen, wo es auch zur Kollision mit dem Dacia kam.

Auf der Fahrbahn nach Süden, wo der Passat zunächst gegen den Dacia und anschließend frontal gegen den Mini geprallt war, kann es dann zu einer weiteren Kollision: Ein A-Klasse-Mercedes prallte von hinten auf den Mini.

Der Fahrer des Passat kam mit schweren Verletzungen ins Klinikum Großhadern, seine Beifahrerin (30) wurde ebenfalls schwer verletzt und in eine Münchner Klinik gebracht. Der Fahrer des Dacia, ein Münchner (39), erlitt schwerste Verletzungen und wurde ins Klinikum Harlaching geflogen. Mit ihm im Dacia saß ein Kind (5), das leichte Verletzungen erlitt. Der Fahrer des Mini, ein 53-jähriger Münchner, wurde ebenfalls schwer verletzt in eine Münchner Klinik gebracht. Er war allein unterwegs. Schwere Verletzungen erlitt auch der Fahrer des Opel, ein Mann (42) aus Wolfratshausen. Mit leichten Verletzungen wurde die Fahrerin der A-Klasse, eine 44-jährige Münchnerin, ins Krankenhaus Pasing gebracht.

Für die Versorgung der Verletzten und die Unfallaufnahme durch die Verkehrspolizei Weilheim wurde die Autobahn in beide Fahrtrichtung gesperrt. Der Stau reichte bis südlich Schäftlarn und teilweise bis nach Starnberg zurück. Das Chaos auf der Autobahn war immens. Rettungsfahrzeuge kamen teilweise nur schwer bis zur Unfallstelle durch.

Neues System

War das neue System schuld?

Auf der A 95 zwischen Forstenried und dem Dreieck Starnberg wird seit dieser Woche der Verkehr wegen Brückenbaustellen in einem bisher einzigartigen System geführt. Je zwei Spuren führen Richtung Norden und Süden; eine fünfte in der Mitte wird je nach Hauptverkehr freigegeben. Am Morgen ist die dritte Spur Richtung München befahrbar, am Nachmittag Richtung Starnberg. Nach ersten Angaben der Polizei kam es "womöglich im Begegnungsverkehr" zu dem Zusammenstoß, bei dem zwei Fahrzeug frontal kollidierten. Weitere fuhren auf bzw. kam es zu weiteren Auffahrunfällen.

Schwerer Unfall auf A95

Schwerer Unfall auf A95: Mehrere Verletzte

kg/ike

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