Wieder ein Integrationspreis im Landkreis. Darüber freuen sich Landrat Karl Roth (v.l.), Galina Vogel, Dorothee Frey-Burghardt, Dieter Volkmann für Florian Volkmann, Mia Schmidt und Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.

Vier Strophen zur Integration

Landkreis - Seit sieben gibt es einen Integrationspreis, zum zweiten Mal wird ein Projekt im Landkreis Starnberg ausgezeichnet: "Weltworte". Eine Idee, die auf dem "Bunten Teppich" in Weßling geboren wurde.

Im Vorjahr hatte Vera Pain aus Schlagenhofen den Integrationspreis in den Landkreis geholt, in diesem Jahr ist es Mia Schmidt vom Integrationsteam Herrsching zu verdanken, dass ein weiterer Integrationspreis im Landkreis landet. Sie hatte die Bewerbung für „Weltworte - ein interkulturelles und generationenübergreifendes Musik-Märchen“ losgeschickt. Die Wiege dieses Projektes liegt in Weßling.

Als die Familie Volkmann vor etwa zweieinhalb Jahren nach Weßling zog, erhielt sie sogleich Post. Denn bei der Nachbarschaftshilfe Weßling gibt es einen „Bunten Teppich“, auf diesen werden alle neuzugezogenen Bürger fremder Nationalität eingeladen. Und Lia Schumacher-Volkmann ist Schweizerin. Die Volkmanns waren begeistert von diesem Treffen mit Menschen aus aller Herren Länder. Florian Volkmann, vom Theater und aus dem Musikbereich kommend, hatte dann die Idee der „Weltworte“, die auf dem bunten Teppich „weitergesponnen“ wurde. Es ist ein Gedicht in vier Strophen, die in der ganzen Welt verstreut sind und durch das Musik-Märchen zueinanderfinden - nachzulesen auf www.nbh-wessling.de. „Es ist ein offenes, modulares Projekt, das wir weiterführen wollen und das sich prima fortsetzen lässt“, sagt Volkmann, der zurzeit in Basel Regie führt. Im Integrationsteam Herrsching und im Ausländerbeirat hatten die kreativen Weltbürger aus Weßling hilfreiche „Koproduzenten“ gefunden, die zum einen die Premiere beim Herrschinger Willkommenstag 2014 ermöglichten und dann die Bewerbung für den Preis in die Hand nahmen.

Zu Hause ist „Weltworte“ allerdings nach wie vor in Weßling, im Seehäusl, wo geprobt wird. Wo sich „regelmäßig unregelmäßig plusminus 15 bis 20“ Menschen verschiedenster Nationalitäten im Alter von 5 bis 72 Jahren treffen und proben, erzählt Volkmann. „Alles Laien“, betont er. Da die Idee so schnell weite Kreise gezogen hat, will der Vater von drei kleinen Kindern das Musik-Märchen im nächsten Jahr auch unbedingt fortsetzen. Und Neuzugänge sind immer willkommen. Ein Kontakt ist möglich unter florianvolkmann@gmail.com.

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