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Die Stallpflicht im Landkreis gilt weiter.

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Vogelgrippe: Immer weniger neue Fälle

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Landkreis – Die Vogelgrippe tritt im Landkreis nach wie vor auf – zumindest gehen die zuständigen Behörden davon aus. Dem Veterinäramt im Landratsamt werden jedoch immer weniger tote Vögel gemeldet.

Die gefundenen toten Vögel werden nicht mehr detailliert untersucht – die Behörden wissen ohnehin ziemlich sicher, an was sie gestorben sind.

Seit Mitte November die erste an Vogelgrippe gestorbene Möwe im Landkreis gefunden wurde, sind insgesamt 31 verendete Vögel im Veterinäramt gemeldet worden. Das sagte Landratsamtssprecher Stefan Diebl auf Anfrage. „Sie wurden ans Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weitergegeben.“ Bei 24 sei im Schnelltest H5, also der Vogelgrippen-Virenstamm, nachgewiesen worden. „Von den 24 sind fünf ans Friedrich-Löffler-Institut weitergegeben worden“, sagt Diebl. Und das habe H5N8 bestätigt. Die übrigen Tiere seien dann nicht mehr näher untersucht worden. „Vermutlich sind auch sie an der Vogelgrippe gestorben.“

Die Meldungen aus der Bevölkerung seien rückläufig, sagt der Kreissprecher. „Das zeigt, dass die Zahl erkrankter Tiere deutlich zurückgeht.“ Die Stallpflicht, die seit 18. November gilt, werde von den Geflügelzüchtern weitgehend eingehalten. Zwei Meldungen habe es gegeben, dass Hühner im Freien waren, sagt Diebl. „Doch das waren geringe Bestände.“ Die Halter seien angeschrieben worden.

Die Stallpflicht gilt für ganz Bayern und ist unbegrenzt. Interessant wird es für die Bauern ab 18. Februar: Dann gilt sie bereits für zwölf Wochen, und dann müssen Landwirte, die bisher ihre Eier trotz Stallpflicht als Freilandeier verkaufen konnten, die Bezeichnung ändern: Die Eier gelten dann als aus Bodenhaltung stammend. 

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