Landwirtschaft im Kreis Starnberg

Warum Bauern aufgeben

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Warum geben Landwirte ihre Höfe auf? Es gibt viele Gründe, sagt der Obmann des Bauernverbandes. Ein naheliegender ist es eher nicht.

Starnberg - Die Zahl der Bauernhöfe im Landkreis Starnberg nimmt weiter ab. Genau führt auch Kreisbauernobmann Georg Zankl aus Gilching nicht Buch: „Aber um die zehn Bauern sind es schon, die heuer aufgegeben haben.“ Die Gründe dafür seien vielschichtig. 

Vor allem der fehlende Nachwuchs sei das Problem, so Zankl. Die Kinder der Bauern würden zunehmend andere Berufe ergreifen – auch mit Blick darauf, dass es immer schwieriger wird, Landwirtschaft als Hauptbroterwerb zu betreiben. Derzeit gibt es laut dem Statistischen Landesamt im Landkreis Starnberg noch 363 landwirtschaftliche Betriebe, die eine Gesamtfläche von insgesamt 13 627 Hektar bewirtschaften. Eine Fläche, die Jahr für Jahr immer kleiner wird. „Wird irgendwo eine neue Straße gebaut, geht landwirtschaftliche Fläche verloren. Entsteht ein neues Wohn- oder Gewerbegebiet, ist es nicht anders“, sagt Zankl.

Das bedeutet auch, dass die Flächen, auf denen neben Getreide auch Futtermittel für die heimische Milchviehwirtschaft angebaut werden muss, immer knapper werden. „Wenn einer aufgibt, findet sich immer ein Abnehmer für die Felder“, so Zankl. Die Preise für Milch und Getreide spielen seiner Ansicht nach nicht die entscheidende Rolle, die über den Weiterbestand eines Betriebes entscheidet: „Wenn es gute Preise gibt, dann sorgen sie maximal dafür, dass der Bauer seine Entscheidung aufzugeben noch um ein, zwei Jahre aufschiebt.“ Er fordert, dass die Bauern endlich wieder zu gesicherten, nicht am Weltmarkt orientierten Preisen produzieren können. 

Zumindest teilweise hat Landwirt Franz Dellinger die Landwirtschaft aufgegeben - Milchvieh steht keines mehr auf dem Hof, den nun sein Sohn betreibt. 

Rubriklistenbild: © Thomas Plettenberg

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