Weder Buhrufe noch Beifall

Starnberg - Eine Art Pavillon aus stilisierten Bäumensoll über das Nordportal des B2-Tunnels in Starnberg gestülpt werden, um den Bezug zur Umgebung herzustellen.

Günther Grafwallner, Chef des Staatlichen Bauamtes in Weilheim, stellte am Montag im Starnberger Stadtrat die lang erwartete Visualisierung des Nordportals des B2-Tunnels vor. Etwa 60 Starnberger Bürger waren neugierig als Zuschauer gekommen. Was es zu sehen gab, erntete weder Missfallenskundgebungen noch Beifall. Die Bürger nahmen die Pläne schlicht zur Kenntnis.

"Wir haben versucht, einen Eingang für das Innere von Starnberg zu schaffen, nicht die Einfahrt in eine Tiefgarage", sagte Grafwallner. Die Rampe in den Tunnel könne kurz ausfallen, weil die oberirdischen Fahrspuren ansteigen. Die Gesamtbreite aller Fahrbahnen, samt Geh- und Radweg, beträgt dann 31,75 Meter.

Über das Portal wird eine Art Pavillon aus stilisierten Bäumen aus Stahl gestülpt. "Damit haben wir das Element der Bäume der Umgebung aufgenommen, die azurblaue Farbe an den Wänden der Tunneleinfahrt nimmt Bezug zum Starnberger See", erläuterte der Chef des Staatlichen Bauamts. Er empfahl der Stadt, den Kreuzungsplatz am Gymnasium sinnvoll neu zu gestalten.

Das Südportal und das Entlüftungsbauwerk, das am Schlossgarten geplant wird, solle in ähnlicher Weise visualisiert werden. Allerdings habe in seiner Behörde die Vorbereitung auf das Klageverfahrens gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Tunnel Vorrang, weshalb nicht so schnell mit diesen Ansichten zu rechnen sei. Dem widersprach Jürgen Busse (UWG): "Wir können nicht gegen die Starnberger Bürger planen. Die Ansichten brauchen wir bald."

Laut dem Starnberger Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger ist der jetzt präsentierte Entwurf für das Nordportal des Tunnels nur ein Vorschlag. Der Stadtrat habe zu entscheiden, ob er den Entwurf dann so befürworte.

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