Für Pendler zu den Gewerbegebieten

Neuer S-Bahn-Halt dauert Jahre

Gilching/Weßling - Ein neuer S-Bahn-Halt nahe des DLR? Ja, gerne - der Landkreis Starnberg will in Weichselbaum eine Haltstelle, doch wird das mehr als zehn Jahre dauern. Es gibt einen Plan B.

Die Firmen rund um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen wachsen weiter, Gauting baut sogar ein neues Gewerbegebiet: Der Ruf nach einer Öffnung der 1972 geschlossenen S-Bahn-Haltestelle Weichselbaum wird lauter. Der Landkreis will sich bei der Staatsregierung dafür einsetzen, eine Umsetzung hält Kreisverkehrsmangagerin Susanne Münster allerdings frühestens in zehn bis zwölf Jahren möglich. „Das ist realistisch“, sagte sie gestern dem Kreis-Verkehrsausschuss und offerierte den Mitgliedern eine andere Variante für eine schnelle Anbindung der Gewerbegebiete an die Landeshauptstadt, aus der die meisten Angestellten des DLR und der anderen Firmen kommen: einen Expressbus von Weßling zur U-Bahn nach Fürstenried.

Laut Münster sieht der MVV für die Öffnung von Weichselbaum derzeit keinen „ganz dringenden Handlungsbedarf“. Der Weg von den Firmen nach Weichselbaum ist lang, die Mitarbeiter hätten laut Münster nur einen „Reisegewinn“ von einer Minute, weil sie weiterhin auf Busse angewiesen wären. Die Fahrgäste der S-Bahn müssten dagegen einen hohen Zeitverlust in Kauf nehmen.

Der Expressbus würde viele der derzeit 5500 Beschäftigten in dem Gebiet in 33 Minuten zur U-Bahn nach Fürstenried bringen: Er würde von Weßling über das DLR, die Friedrichshafener Straße, das Gewerbegebiet Süd und Gauting in den Landkreis München fahren. Einzige Voraussetzung: „Gilching muss die Verbindung herstellen“, sagte Münster mit Blick auf die zwei noch getrennten Gewerbegebiete der Gemeinde (Süd und Friedrichshafener Straße). Drei bis fünf Fahrzeuge wären für die Linie nötig, die Kosten lägen bei 800 000 bis eine Million Euro jährlich, rechnete Münster vor. Frühestens im Dezember 2017 könnten die Busse rollen.

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