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Trockenheit im Fünfseenland: Die MS Phantasie kann auf dem Starnberger See nicht mehr eingesetzt werden. In Herrsching ist der Kienbach am Austrocknen - und die Waldbrandgefahr ist hoch.

Wann regnet es wieder?

Zu wenig Wasser im Starnberger See

Starnberg - Die anhaltende Trockenheit bereitet dem Fünfseenland zunehmend Probleme. Die Seenschifffahrt musste einen ersten Dampfer stilllegen - der Pegel ist zu niedrig. Die Waldbrandgefahr ist hingegen weiter hoch.

Nur wenige Liter Niederschlag sind im Juni 2014 bisher über dem Fünfseenland heruntergekommen - zu wenig. Vor einem Jahr war es zu viel, damals gab es Hochwasser. Die Trockenheit hat zunehmend Folgen, beispielsweise:

Ausgetrocknete Bäche:  Der Kienbach in Herrsching fließt nicht mehr in den Ammersee - zumindest nicht an der Oberfläche. Normalerweise teilt der Bach das Ufer unweit des Kurparkschlösschens. „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schonmal hier entlang laufen konnte“, sagt Bürgermeister Christian Schiller. Sorgen um den Bach, der bei Andechs entspringt, muss man sich nicht machen. „Die Natur reguliert sich selbst“, sagt Günter Schorn vom Bund Naturschutz. So lange der Kienbach nicht über Jahre im Untergrund versickert, sei alles im grünen Bereich.

Niedriger Wasserstand: Der Starnberger See ist so leer wie seit Jahren nicht. Der Pegel liegt mehr als 20 Prozent unter dem Durchschnitt - selbst für den Sommer wenig. Für die Seenschifffahrt hat das Konsequenzen: Die kleine MS Phantasie, die das Buchheim-Museum in Bernried anläuft, kann nicht mehr fahren. Nicht, weil sie auf Grund laufen würde, sondern weil die Rampen für den Ein- und Ausstieg an den Stegen zu steil stehen - weil das Schiff tiefer liegt als sonst. Die Linie F ist eingestellt, die anderen Dampfer verkehren jedoch uneingeschränkt. Am Ammersee gibt es keine derartigen Probleme.

Waldbrandgefahr:  Die Trockenheit dörrt Wälder und Wiesen aus. Anfang der Woche galt für den Landkreis Starnberg die zweithöchste Waldbrandwarnstufe. Am Dienstag und Mittwoch wird es etwas besser, zum Wochenende hin soll es ein bisschen regnen. Die Gefahr von Flächenbränden ist heute hoch, morgen nicht, dann wieder schon - je nach Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Die Regierung von Oberbayern hat vorsorglich Beobachtungsflüge angeordnet.

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