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Winterdienst

Die Flocken können kommen

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  • Sebastian Tauchnitz
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Die Meteorologen prognostizieren für dieses Wochenende weitere Schneefälle. Die Mitarbeiter des Winterdienstes beim Staatlichen Bauamt und in den Gemeinden sehen dem gelassen entgegen.

Landkreis – Der Straßenbetriebsdienst des Staatlichen Bauamts Weilheim hat rund 14 000 Tonnen Streusalz in den Salzhallen in Weilheim, Gilching, Wolfratshausen, Bad Tölz, Oberau, Landsberg und Peiting eingelagert. Im Rahmen eines Liefervertrages können bei Bedarf bis zu zusätzlich 17 000 Tonnen von den Meistereien abgerufen werden. Mit diesen Salzvorräten könne selbst ein überdurchschnittlicher Winter bewältigt werden, schreibt das Staatliche Bauamt an den Starnberger Merkur.

Die Weilheimer betreuen ein Straßennetz von über 1600 Kilometern Bundes-, Staats-, und Kreisstraßen in den Landkreisen Starnberg, Landsberg, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Hierfür werden insgesamt 65 eigene und angemietete Fahrzeuge mit Schneepflügen und Streuautomaten eingesetzt. An besonders gefährdeten Straßenabschnitten wurden Schneezäune zur Vermeidung von Schneeverwehungen aufgestellt. Auf überdurchschnittlich hoch belasteten Bundes- und Staatstraßen wird bei Bedarf der Winterdienst rund um die Uhr durchgeführt. Das übrige Straßennetz werde vorrangig zwischen 6 und 22 Uhr in einem befahrbaren Zustand gehalten, heißt es weiter.

Gemeinden sehen sich bestens gewappnet

Auch in den einzelnen Gemeinden des Landkreises Starnberg sieht man sich bestens gewappnet für den vorhergesagten Wintereinbruch. Peter Saur ist aktuell der „Wettermelder“ in der Gemeinde Herrsching mit seinen Ortsteilen Widderbserg und Breitbrunn. Der 26-Jährige ist stellvertretender Bauhofleiter und steht bereit, wenn es glatt wird oder schneit. Morgens um 3 Uhr beginnt der Dienst damit, den Wetterbericht abzurufen. Ziehen die Temperaturen an oder liegt Schnee, beginnt der Winterdienst um 4 Uhr morgens. Da müssen alle zwölf Mitarbeiter ran – zwei Stunden, wenn es um den Streudienst geht, bis zu vier Stunden, wenn geräumt werden muss. Urlaub gibt es im Winter nicht. Der Bauhof Herrsching ist auf Wintereinbruch vorbereitet. „Die Salzlager sind voll, die Fahrzeuge aufgerüstet. Es kann sofort losgehen“, so Saur.

In Seefeld ist das gesamte Bauhof-Team mit dem Winterdienst befasst. „Alle sieben fassen mit an“, berichtet Kämmerin Gabi Ulrich. Die Kosten für den Einsatz in der Gemeinde Seefeld mit gut 7000 Einwohnern schwanken. „Wenn der Winter mild ist, wird es günstiger.“ Salz ist auf jeden Fall genug vorhanden, „wir hatten auch vom vergangenen Jahr eine Menge übrig“, weiß Ulrich. Wenn die Schneemassen überhand nehmen und sich dies mit der erlaubten Stundenzahl der Mitarbeiter nicht verträgt, werden Fremdfirmen zur Unterstützung zugebucht.

18 Leute sind in Gilching im Einsatz

700 Tonnen Salz lagern in den Hallen der Gemeinde Gilching. „Die Vorräte haben wir aus Kostengründen früh im Jahr schon aufgefüllt“, erklärt Alexander Muhr vom Gilchinger Bauamt. Das komplette Team, 15 bis 18 Leute, ist an Wintertagen im Einsatz. „Wir haben ein rotierendes System“, erklärt Muhr. Das heißt, ein Mitarbeiter fährt zwischen drei und vier Uhr die Gemeinde ab und prüft die Lage an kritischen Stellen. Dazu zählen beispielsweise Steigungen wie am Steinberg. Wenn ein Einsatz nötig ist, verständigt er seine Kollegen per Telefon.

Schon im Sommer kaufen die Gautinger ihr Streusalz. „Da sind die Preise am günstigsten“, erklärt Gemeindesprecherin Patricia Fritsch-Lange. 600 Tonnen hat Gauting heuer eingekauft – das sollte in jedem Fall reichen. Um das Streuen kümmern sich 30 Mitarbeiter mit zwölf Räumfahrzeugen.

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