Zank ums Trinkwasser

Wörthsee - Die beschlossene Übertragung der Wörthseer Trinkwasserversorgung an die AWA zieht Protest nach sich. Der Bürgermeister aber warnt: Bei einer Rückübertragung droht eine drastische Wasserpreiserhöhung.

Die Trinkwasserversorgung Wörthsee soll an die Abwasser- und Wasserbetriebe Ammersee (AWA) übertragen werden. Der Vertrag ist bereits unterzeichnet. Erst als er schon unter Dach und Fach war, formierte sich Protest. Bürger übergaben an Bürgermeister Peter Flach eine Unterschriftenliste mit 238 Namen.

In einem Interview erklärt Flach die Notwendigkeit der Übertragung, denn Wörthsee hatte nie ein Wasserwerk oder einen Wassermeister. Aufgrund neuer EU-Richtlinien wäre beides notwendig. Um die Auflagen zu erfüllen, müssten Hunderttausende investiert werden, sagt Flach. An einer Wasserpreiserhöhung führe dann kein Weg vorbei.

Mit der Übertragung an die AWA ließe sich viel Geld sparen, da nicht nur das Personal, sondern auch die Ausrüstung bereits vorhanden seien. Andere Gemeinden profitierten schon länger von dem Kommunalunternehmen, das nicht gewinnorientiert, sondern kostendeckend arbeitet. Durch die Synergieeffekte ließen sich Qualität und Preisniveau sichern, so Flach.

Der einzige Weg, die Übertragung rückgängig zu machen, sagt Flach, wäre ein Bürgerbegehren. Er selbst hält dies für unwahrscheinlich. Aber wenn, dann müssten die Initiatoren wenigstens 470 Unterschriften zusammenbekommen. Und die Folge wären "deutlich steigende Wasserpreise".

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