Spezielles Heu aus eigenem Anbau: Am Geruch erkennen Georg Scheitz (r.) und Andreas Sienz-Widmann, ob das Heu gut genug ist. Foto: Singer

Ziegenprodukte immer beliebter

Machtlfing - „Der Trend geht eindeutig hin zu Ziegenmilch-Produkten“, stellte Georg Scheitz bei der Versammlung der Ziegenmilcherzeuger fest. Der Vorsitzende wurde dort in seinem Amt bestätigt.

Rund 50 Ziegenbauern aus den Landkreisen Starnberg, Weilheim und aus dem Allgäu trafen sich im Gasthof Höfler in Machtlfing. Gegründet wurde die Gemeinschaft vor 15 Jahren. „Damals starteten wir mit acht Ziegenbauern. Heute zählen wir 49 Mitglieder“, erklärte Scheitz, der von der Versammlung erneut zum Vorsitzenden gewählt wurde. Waren es 1995 rund 200000 Liter Milch, die jährlich an die Andechser Molkerei geliefert werden, sind es heute 3,5 Millionen Liter Ziegenmilch.

Im Stall von Georg Scheitz in Erling stehen derzeit 160 Milchziegen. „Da gibt es aber weit größere Bestände. Unsere Ziegenbauern in Eresing und Kiefersfelden haben an die 300 Milchziegen im Stall stehen“, sagt Scheitz. Stark vertreten ist Weilheim mit zehn Ziegenbauern. Im Landkreis Starnberg gibt es außer in Erling noch Ziegenbauern in Hochstadt, Unterbrunn und in Wangen.

Schwerpunktthema in der Versammlung war unter anderem der Absatz von Kitzfleisch. „Um überhaupt Milch zu bekommen, müssen die Ziegen ja Nachwuchs haben. Da aber Ziegenlammfleisch in unseren Küchen noch nicht so gebräuchlich ist, gibt es mehr Kitze, als eigentlich gebraucht werden. Dabei ist das Fleisch sehr zart und schmeckt auch sehr gut“, erklärt Scheitz. „Die ersten Ziegen haben ihre Jungen schon bekommen. An Ostern werden sie geschlachtet und gehen traditionell in den Verkauf.“

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