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Die Big Band des Landschulheims Kempfenhausen unter der Leitung von Steffen Lüdecke war Dreh- und Angelpunkt der drei Weihnachtskonzerte in der Starnberger Schlossberghalle. 

Landschulheim Kempfenhausen

Eine starke Generation – auch mit Instrumenten

Das Landschulheim Kempfenhausen hat ein beeindruckendes Weihnachtskonzert gegeben - sowohl was die Kunst der Darbietung als auch die Zahl der mitwirkenden Schüler betrifft. 

Starnberg/Kempfenhausen – Es gehört inzwischen fest zur Vorweihnachtszeit, ja, es will gar keine wirkliche Weihnachtsstimmung aufkommen, bevor man nicht das Weihnachtskonzert des Landschulheims Kempfenhausen erlebt hat. Die Schlossberghalle samt Foyer glich von Donnerstag bis Samstag drei Abende hintereinander einem Ameisenhaufen – unzählige Schüler mit Nikolausmützen und Instrumenten unterm Arm, Eltern, Großeltern, sie alle kamen, um sich mit dem Konzert auf das nahende Fest einzustimmen.

Schulleiter Elmar Beyersdörfer begrüßte die jeweils etwa 400 Gäste mit einer „nachhaltigen“ Rede, recycelt aus den Ansprachen der vergangenen Jahre. Stolz auf die junge Generation lag in seinen Worten: „Sie sorgen weltweit dafür, dass sich etwas ändert. Sogar die Wissenschaftler staunen darüber.“ Letztlich waren es auch die Schüler, die den Bau der Bushaltestelle vor dem Gymnasium vorangetrieben haben – „nach einer Planungsphase, die sogar die des Berliner Flughafens getoppt hat“, wie Beyersdörfer sagte.

Auf der festlich dekorierten Bühne wartete derweil bereits die Big Band auf ihren Einsatz. 115 Schüler, die sich mit großem Eifer auf die drei Konzerte vorbereitet haben. Big-Band-Leiter Steffen Lüdecke schaffte es wieder, eine spannende Mischung aus fetziger Filmmusik und berührenden Weihnachtsklängen zusammenzustellen. Mit seinem leuchtenden Taktstock dirigierte er gleich zu Anfang ein klanggewaltiges „Stille Nacht“.

Die Moderation der Abiturientin Margarita Böck brachte so manche spaßige Anekdote aus den Proben ans Tageslicht. Demnach habe das Stück „Catch Me If You Can“ vor kurzem noch wie die Kindergartengruppe Klein-Kempfenhausen bei einem Ausflug geklungen. Bei dem berührenden „Nimrod“ von Edgar Elgar und dem Second Waltz von Dimitri Schostakowitsch wurde es feierlich still im Saal. Was der „Bläser-Nachwuchs“ der 5. und 6. Klasse bereits gelernt hat, präsentierte Lüdecke mit klassischen Weihnachtsliedern.  

Der Chor unter Leitung von Bettina Kühner-Wehn startete mit der Gospelhymne „Heaven Is A Wonderful Place“. Das großartige Solo von Daisy Benson („All I Want For Christmas Is You“) schien die jungen Sängerinnen und Sänger so zu motivieren, dass sie die Zugabe „Engel singen Jubellieder“ noch voluminöser darboten. Ein Höhepunkt des Weihnachtskonzertes war das ausgezeichnete Kammerorchester von Bettina Kühner-Wehn. Die jungen Musiker spielten hoch konzentriert, kraftvoll und exakt Mozarts 20. Klavierkonzert. „Ein Experiment“, verriet Kühner-Wehn, das mit Florian Wolf am Klavier und Nicolas Schad an der Ersten Geige überzeugend gelang. Das Publikum war begeistert und quittierte die Leistung mit Bravo-Rufen.

Der restliche Abend gehörte der Big Band, die eine spritzige Mischung aus Gershwin („I Got Rhythm“), Abba („Happy New Year“) und Filmmusik von Hans Zimmer („Madagascar“) zum Besten gab. Und wie jedes Jahr endete das Konzert nach vier Zugaben mit der rasanten Petersburger Schlittenfahrt. Ein rundum toller stimmungsvoller, musikalisch reicher Abend. Jetzt kann Weihnachten kommen.

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