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Die speziellen Schutzanzügen gingen die Feuerwehrler gegen die Chlordämpfe vor.

Leck im Rohrsystem: Chloralarm in Gauting

Gauting - Ein durch einen technischen Defekt verursachter Austritt von Chlordämpfen im Gautinger Freibad hat am späten Ostersonntagabend einen Großeinsatz ausgelöst. 213 Kräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Polizei waren vor Ort.

Gegen 20:30 Uhr hatte ein Anwohner bei der Polizeiinspektion Gauting einen, wahrscheinlich aus dem Freibad am Reismühler Weg stammenden, auffälligen Geruch mitgeteilt. Die von der Integrierten Leitstelle alarmierten Rettungskräfte sperrten zunächst den Nahbereich um das Freibad ab. Zur Feststellung der vermuteten Chlorgasbelastung führten die mit entsprechenden Schutzanzügen ausgerüsteten Einsatzkräfte Messungen im Gebäude des Freibads durch.

Bilder vom Großeinsatz in Gauting

Chloralarm im Gautinger Freibad

Umgehend wurden die an der Chlorierungsanlage installierten Chlorgasflaschen geschlossen und auf eine Leckage überprüft. Zunächst waren dort aber keine auffälligen Messwerte feststellbar. Die weitere Ausbreitung von im Außenbereich des Freibadgeländes in geringer Konzentration festgestellten Chlordämpfen, wurde von der Feuerwehr mit Hilfe eines Wasserschleiers verhindert.

Erste Untersuchungen vor Ort ergaben schließlich, dass eine Undichtigkeit im Rohrsystem der Chlorierungsanlage zum Austritt einer chlorhaltigen Wasserlösung führte. Die daraus entstandenen Dämpfe gelangten wohl über die Lüftungsanlage des Gebäudes in geringer Konzentration ins Freie. Ein weiterer Gasaustritt wurde durch die Sicherung und Außerbetriebsetzung der Chlorierungsanlage unterbunden.

Umliegende Anwohner waren bereits zu Beginn des Einsatzes vorsorglich von den Rettungskräften aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Beim Rettungsdienst meldeten sich im Verlauf des Einsatzes insgesamt sieben betroffene Personen, die über Kopfschmerzen und Übelkeit klagten. Sie konnten jedoch nach Untersuchung durch den eingesetzten Notarzt alle wieder entlassen werden, ohne dass eine weitergehende medizinische Versorgung notwendig war. Bei den betroffenen Personen handelte es sich um drei Anwohner sowie je zwei Angehörige der Feuerwehreinsatzkräfte und der Polizei.

Nachdem keine nachweisbare Konzentration von Chlordämpfen mehr gemessen werden konnte, wurde der Einsatz von Einsatzkräften der umliegenden Feuerwehren und Rettungsdienste kurz nach Mitternacht beendet. Die weiteren Ermittlungen zu dem Unfall werden von der Polizeiinspektion Gauting in Abstimmung mit den zuständigen Behörden geführt.

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