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Es geht wieder los: Patrick Steuerwald und Peter Ondrovic (v.l.) hoffen auf die ersten Punkte.

Volleyball

Die letzten Bayern in der Bundesliga

Herrsching - Das Warten hat endlich ein Ende. Am Samstag, 19 Uhr, startet die Volleyball-Bundesliga.

Zum Auftakt empfängt der TSV Herrsching die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Nach dem Rückzug der VSG Coburg/Grub halten die Schmetterkünstler vom Ammersee die bayerische Fahne in der aus elf Teams bestehenden Liga hoch.

Nationalspieler Daniel Malescha (zum VfB Friedrichshafen) und Phillip Trenkler (nach Rottenburg) haben den TSV Herrsching im Sommer verlassen. Im Gegenzug konnte der selbsternannte Geilste Club der Welt, der in dieser Saison der einzige bayerische Vertreter in der 1. Volleyball-Bundesliga ist, Tom Strohbach, Nicolai Grabmüller, Aleksandar Milovancevic und Matt Tarantino an den Ammersee lotsen.

Ob Letzterer allerdings am Samstag beim Saisonauftakt in der Nikolaushalle auflaufen wird, ließ Coach Max Hauser offen. Der US-Boy, im Übrigen nicht verwandt oder verschwägert mit Hollywood-Kult-Regisseur Quentin Tarantino, zog sich vor knapp zwei Wochen eine Knieverletzung zu. Als Alternative auf der Diagonalangreifer-Position stünden Julius Höfer und Johannes Kessler bereit.

War im vergangenen Jahr Daniel Malescha der unumstrittene Punktekönig im Herrschinger Team, wird sich heuer die Quote auf mehrere Köpfe verteilen (müssen). „Vor allem über die Mitte wollen wir mehr Druck erzeugen“, sagt Hauser. Ein Fingerzeig in Richtung Peter Ondrovic. „Er muss mehr Verantwortung übernehmen.“ Aktuell genießen Ondrovic und Roy Friedrich im Zentrum das Vertrauen des Trainers.

Aber auch über die Außen sollen Punkte eingefahren werden. Mit Benedikt Doranth, Florian Malescha sowie den Neuzugängen Aleksandar Milovancevic (VBC Einsiedeln/Schweiz) und Tom Strohbach (TV Rottenburg) hat Hauser, der vergangene Woche seiner langjährigen Freundin Anna das Ja-Wort gab, „die Qual der Wahl“.

Beim Auftaktgegner Königs Wusterhausen flößen vor allem die beiden Neuzugänge Filip Gavenda und Björn Andrae Respekt ein. Andrae, dreifacher Volleyballer des Jahres (2004 bis 2006), kehrte zum Ende seiner eindrucksvollen Karriere in seine Heimat zurück. Der 280-fache Nationalspieler ist auch Kapitän des Teams. Diagonalangreifer Gavenda kam von den Powervolleys Mailand in den Berliner Süden. „Diese beiden gilt es in den Griff zu kriegen“, so Hauser. Allerdings mussten die Brandenburger kurzfristig Dirk Westphal ziehen lassen. Der 30-jährige Ex-Nationalspieler wechselte zu Shahrdari Tabriz (Iran).

Auch wenn Spieler und Verantwortliche auf die Play-offs schielen, das offizielle Saisonziel heißt wie in den vergangenen beiden Spielzeiten erst einmal Klassenerhalt. Seine Premiere erlebt am Samstag der neue Hallenboden. Der so genannte Klickboden mit einer Größe von knapp 600 m² und einem Gesamtgewicht von knapp 15 Tonnen wird eigens für die Bundesligaspiele in der Nikolaushalle in drei Stunden auf- und in knapp zwei Stunden wieder abgebaut. Die Generalprobe lief laut Heimspielkoordinator Markus Römmen problemlos. Dirk Schiffner

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