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Gemeinsam glücklich: Arsim Azemi mit Angelika Siegmund, Bruder Xhavid und Nichte Ardelina (v.l.).

Leukämie-Erkrankter 

Ein Leben durch Spenden gerettet

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Gauting – Arsim Azemi kam, an Leukämie erkrankt, aus dem Kosovo nach Gauting. Eine Spendenaktion und eine Stammzellentransplantation retteten ihm das Leben. 

Es war extrem knapp, keine Frage. Aber die Geschichte von Arsim Azemi ist eine erfolgreiche. Der 36-Jährige kam im Oktober aus dem Kosovo nach Deutschland und war an Leukämie erkrankt. Eine Spendenaktion machten Behandlungen und eine Stammzellentransplantation im März möglich, die ihm das Leben retteten. Angelika Siegmund hat die Spendenaktion initiiert. Sie erinnert sich an den Oktober: „Es war katastrophal. Er wäre gestorben.“ Azemi habe nur noch mit dem ganzen Körper atmen und nicht mehr schlafen können. 

Bruder Xhavid spendete Stammzellen - Freiwillige spendeten 190 000 Euro

Im Kosovo wurde der Vater von vier Kindern bereits aufgegeben – es gab keine Behandlungsmöglichkeit. „Dann war er in Deutschland und sollte wieder nach Hause zum Sterben? Ich dachte, das darf doch wohl nicht wahr sein“, sagt Siegmund. Knapp 250 000 Euro waren für die Stammzellentransplantation nötig, die nach vorherigen Behandlungen und einer Chemotherapie das Wiederkommen der Krankheit verhindern sollte. Sein Bruder Xhavid lebt in Gauting und stand als Stammzellenspender bereit. 

Um das Geld aufzubringen, organisierte Siegmund einen Aufruf. „Xhavid hat einen Artikel des Merkur 5000-mal kopiert und in Briefkästen gesteckt. Das hat viel gebracht.“ Nichte Ardelina half Siegmund bei der Verwaltungsarbeit. Alleine bis Januar meldeten sich etwa 200 Spendenwillige. „Da bin ich sechs Wochen lang Tag und Nacht dran gewesen“, sagt Siegmund. Es war Eile geboten: „Die Ärzte sagten, bis Anfang Februar muss transplantiert sein.“ Sie befürchteten, dass die Leukämie vor der Transplantation zurückkehrt. Die Folgen: weitere Chemotherapie, weitere Schwächung, weitere Kosten. „Das war eine echte Angstsituation“, berichtet Siegmund. Anfang März konnte Azemi dann operiert werden. 

Problem: Azemis braucht weitere Behandlungen - sein Visum läuft Ende August ab

„Auch Arsim hatte natürlich Angst. Aber er hat immer versucht, seiner Familie ganz viel Optimismus zu vermitteln.“ Azemis Motto: „Wir schaffen das schon.“ Bruder Xhavid besuchte ihn jeden Tag im Krankenhaus. „Die Familie hat ihn sehr unterstützt. Die Ärzte meinen, so etwas hätten sie noch nie erlebt.“ Mit Vorbehandlungen, Chemotherapie und Stammzellentransplantation waren 380 000 Euro zu stemmen. Durch Hilfe aus der Familie und die Spendenaktion wurde das geschafft. Die Aktion brachte 190 000 Euro ein, fast ausschließlich durch private Spender. 

„Wahnsinn, wie toll ich behandelt worden bin“, bedankte sich Azemi. In den wenigen Monaten hat er Deutsch gelernt – auch wenn er sich noch ein wenig scheut, es zu sprechen. In seiner Heimat arbeitet Azemi auf einem landwirtschaftlichen Hof. Natürlich freut er sich, seine Familie wiederzusehen. Die wollte ihn in Deutschland besuchen – konnte aber nicht, weil sie kein Visum erhielt. Das von Azemi läuft Ende August ab und könnte zu einem Problem werden. Der 36-Jährige muss nun wöchentlich zur Nachbehandlung und noch mehrere Monate in Deutschland bleiben. Doch erst einmal ist es eine Erfolgsgeschichte.

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