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Hilfsbereit: Elsa, Marlen, Ida und Max wollten einfach nur den Tieren im Starnberger Tierheim helfen und wurden so unversehens zu Internet-Stars.

Kleine Helfer

Neue Internetstars: Das sind die kleinen Spendensammler

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Leutstetten/Starnberg - Vier Knirpse aus Leutstetten rühren das Internet mit ihrer cleveren und herzergreifenden Spendenaktion.

 Die Mitarbeiter des Starnberger Tierheims und abertausende Facebook-Nutzer sind gerührt: „Lieber Starnberger Tierheim: Wir haben bunte Steine verkauft und 20,40 Euro für das Tierheim gesammelt. Das Geld ist für die Tiere“, ist mit sauberer, aber ein bisschen ungelenker Handschrift auf einen Zettel geschrieben, der zusammen mit dem Geld beim Starnberger Tierheim abgegeben wurde. Seitdem rätselt das Internet: Wer sind die Kinder, die diese rührende Sammelaktion auf die Beine gestellt haben? Wir haben sie getroffen.

Ida (10) und Elsa (8) Baumann sowie Max (6) und Marlen (8) Maicher überlegten, wie sie die Tiere im Tierheim unterstützen könnten. Ida und Elsa hatten die zündende Idee. Schon öfter hatten sie den Tieren in der Region geholfen: „Im Einkaufszentrum stand eine Spendenbox, da konnte man Geld für die Tiere einwerfen. Das haben wir auch immer gemacht“, erzählt Ida und strahlt. Eines Nachmittags kam ihr und ihrer Schwester der Gedanke, selbst aktiv zu werden, um das Starnberger Tierheim zu unterstützen. Max und Marlen waren sofort mit Feuereifer dabei. Und so wurden schöne Kieselsteine gesucht und die Buntstifte ausgepackt. Liebevoll verzierten die Kinder jeden einzelnen Stein – schließlich sollten diese im Anschluss verkauft werden. Doch so einfach war das nicht: All die Kieselsteine waren ziemlich schwer.

Große Überraschung im Tierheim

Aber Not macht erfinderisch. Und statt sich mit den schönen schweren Steinen abzuschleppen, packten die cleveren Kids die Tasche einfach auf ein Skateboard und rollten ihre Ware professionell in der Nachbarschaft aus. Und wer kann schon widerstehen, wenn so eine süße Rasselbande klingelt, um Steine für den guten Zweck zu verkaufen? Schnell wurde die Tasche leichter und die Spendenbüchse schwerer. Damit überraschten sie auch die Mutter von Max und Marlen, Uli Dufner: „Wir wussten von gar nichts. Die Idee und die Umsetzung haben die Kinder ganz allein entwickelt.“

Auch im Starnberger Tierheim war die Freude riesig: „Wir waren total überrascht – was für tolle Kinder“, sagt die Leiterin Christina Hermann. Sie machte ein Foto vom süßen Brief der kleinen Spendensammler und teilte dieses im sozialen Netzwerk Facebook. Damit traf sie offenbar einen Nerv der Nutzer: über 5000 Menschen klickten auf „Gefällt mir“, 130 Leute schrieben einen lieben Kommentar. Da staunten die Kinder und ihre Eltern nicht schlecht: „Wir sind zufrieden“, meint Ida und lacht.

Als Dankeschön schenkten die Mitarbeiter des Tierheims ihren Spendern kleine Plüschfrösche. Und eines ist klar: „Das werde ich garantiert nicht vergessen“, sagt die Tierheimchefin.

Von Yuki Braun

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