Nur wenige fehlten: 99 Bürgerinnen und Bürger nahmen im Haus Peter und Paul in Seefeld Urkunden für ihren Einsatz entgegen. Foto; jaksch

Ein Lobgesang auf das Ehrenamt

Seefeld - 99 Urkunden vergab Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum am Dienstagabend im Rahmen eines Jahresempfangs an Bürger, die sich in der Gemeinde Seefeld ehrenamtlich engagieren.

Den Anstoß hat Bayerns Familienministerin Christine Hadertauer gegeben. Vom Bayerischen Innenministerium stammen denn auch die 99 Urkunden, die mit Hilfe einer Seefelder Designerin um ein Schreiben der Gemeinde ergänzt wurden. Im Rahmen eines Jahresempfangs gab Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum die Urkunden weiter. Lob und Ehre für Einige, die sich sozial ehrenamtlich engagieren, die Kirchen in Ordnung halten, Chöre dirigieren, Vorstandsaufgaben wahren, Turnstunden leiten und, und, und. Bei der Auswahl hatten die Verantwortlichen schnell feststellen müssen, dass es in der kleinen Gemeinde Seefeld Hunderte von sozial engagierten Menschen gibt. Die Kriterien wurden eingeschränkt: 15 Jahre Tätigkeit in gehobener Vorstandsposition, aber kein politisches Amt. Am liebsten hätte Gum aus dem Empfang auch ein Fest für alle Bürger gemacht - "aber dazu hätten wir eine Halle gebraucht, und die haben wir nicht". Also trafen sich Geehrte und Ehrende im neuen Pfarrsaal.

Gums Rede geriet in gewohnter Weise launig, Ernsten Worten über die Bedeutung des Ehrenamts als Ausdruck „seelischer Verbundenheit im und mit dem Dorf“, der Übernahme von Verantwortung und dem „Wärmestrom“ in unserer kalt gewordenen Gesellschaft fügte er ein Gedicht von Wilhelm Busch an, der allerdings vom Ehrenamt eher abrät. Worauf man sich bei Ehrenämtern einlässt, dazu wollte auch der mittlerweile 98-jährige Altbürgermeister Fritz Eulitz noch was sagen. Er erinnerte sich an „tausende Sommerabende mit Freundinnen am Pilsensee, die wir verpasst haben“. Auch Landrat Karl Roth schloss sich den Dankesworten an. Entscheidend sei heute nicht die Urkunde, „sondern, dass Sie alle es mit dem Herzen tun".

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