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Rauchen gehört zu den vermeidbarsten Gesundheitsrisiken, betonen auch die Gautinger Fachärzte.

Weltnichtrauchertag

Kampf dem Glimmstengel

„Stoppt Tabakwerbung jetzt!“ Dem Motto der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgt am Welt-Nichtraucher-Tag auch die Asklepios-Lungen-Klinik in Gauting.

„Rauchen gehört zu den vermeidbarsten Gesundheitsrisiken überhaupt“, betont Dr. Jürgen Sklarek. Aufklärung und Prävention seien daher das „A und O“. Der Vizebürgermeister und Chirurg organisiert deshalb schon seit 17 Jahren Anti-Raucher-Kampagnen für Jugendliche am Otto-von-Taube-Gymnasium – mit Erfolg.

„Tabakwerbung wirkt, leider“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung der Gautinger Asklepios-Klinik. Gemeinsam mit dem „Aktionsbündnis Nichtrauchen“ fordern die auf Lungenheilkunde und Beatmungsmedizin spezialisierten Ärzte deshalb vom Deutschen Bundestag: „Kein Platz für giftige Botschaften: Stoppt Tabakwerbung jetzt!“. Denn Tabakwerbung verführe Jugendliche nachweislich zum Rauchen.

Die Folgen sind bekannt: „Rauchen, auch Passivrauchen ist der Hauptrisiko-Faktor für Lungenkrebs, einer der häufigsten und aggressivsten bösartigen Tumore“, warnt Professor Dr. Jürgen Behr, ärztlicher Direktor der Gautinger Lungen-Fachklinik. Männliche Raucher haben demnach ein 20- bis 30-mal so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken wie Nichtraucher. Bei Raucherinnen sei dieses Risiko neunmal so groß.

Grundsätzlich gilt: „Je früher die Lunge belastet wird, desto höher ist das Risiko für die Gesundheit.“ Deshalb setzt der zweifache Vater Sklarek mit seinen Aufklärungskampagnen schon bei der Jugend an. Denn Schülerinnen, Schüler, die ein paar Mal zur Zigarette gegriffen haben, werden seinen Angaben nach schnell abhängig: Einerseits vom Nikotin, andererseits aber auch von der Handbewegung, mit der sie den brennenden Glimmstängel hin und her zum Mund führen.

Besonders gefährlich sei auch die Shisha, weiß der Thorax-Chirurg von seinen Präventions-Veranstaltungen für Acht- und Neuntklässler des Gautinger Gymnasiums. Das Gefährliche an der vermeintlich harmlosen Wasserpfeife: „Sie merken den Tabak gar nicht. Eine Shisha schmeckt zum Beispiel wie eine Himbeere.“ Das sei derselbe Effekt wie bei der Menthol-Zigarette, die der im hohen Alter von 96 Jahren verstorbene Alt-Kanzler Helmut Schmidt stets geraucht hatte. Oder wie bei den stark beworbenen süßen „Alco-Pops.“ Auch da schmecke der Jugendliche nicht den hochprozentigen Wodka.

Weil es so schwer ist, von den Süchten wieder loszukommen, laden Dr. Sklarek und eine Kollegin von der Psychiatrischen Klinik die Acht- und Neuntklässler des Gautinger Gymnasiums alljährlich zu „Round-Table“-Gesprächen mit lungenkrebskranken Patienten und Alkoholabhängigen ein. Laut einer früheren Schüler-Umfrage hat diese Art von Prävention auch Wirkung, betont Nichtraucher Sklarek: Manche hätten danach nicht mehr zur Zigarette gegriffen

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