Der Star und eine große Verehrerin: Peter Maffay empfing Sandra Geltl bei sich im Tutzinger Studio. Foto: Jaksch

Maffay schließt junge Verehrerin in die Arme

Tutzing - Es war der glücklichste Tag im Leben von Sandra Geltl. Aber bis es dazu kam, hatte die 13-Jährige eine nervenaufreibende Autofahrt zu überstehen und viele Tränen vergossen - zunächst aus Enttäuschung, dann aus grenzenloser Freude.

Das Wunder für das Mädchen bahnte sich bei der Aktion Wunschbox vom Verein Seestern und Starnberger Merkur an Weihnachten 2010 an. Eine Bekannte von Sandra hatte von derem Schicksal berichtet - von den schwierigen Familienverhältnissen, in denen das Kind aufgewachsen war. Da war zunächst die frühe Scheidung der Eltern, zum Vater ist der Kontakt komplett abgebrochen. Und kaum schien sich das Blatt zu wenden - Sandra und ihre Schwester bekamen einen netten Stiefvater und bald ein Brüderchen - ereilte das Mädchen der nächste Schicksalsschlag. Diagnose: Kleinwuchs. Die damals Achtjährige war gerade einmal 1,13 Meter groß. Sie litt darunter, weil sie gehänselt wurde. Das wirkte sich auch negativ auf ihre schulischen Leistungen aus. Um die psychische Belastung von dem Kind zu nehmen, wurde eine Hormontherapie verschrieben. Täglich musste sich das Mädchen selbst spritzen. Mittlerweile ist Sandra auf über 1,50 Meter gewachsen.

Die Schicksalsschläge hat Sandra mit Musik wegstecken können - mit Peter Maffays Musik. Sie kennt alle seine Songs. Im November 2010 durfte sie ihn live erleben, bei einem München-Konzert. Da wuchs der Wunsch, den Rockstar einmal persönlich kennen zu lernen. Es dauerte einige Wochen, und am vergangenen Mittwoch war es soweit. Um 10 Uhr erwartete Maffay seine junge Verehrerin im Tutzinger Studio. Bereits um 8 Uhr hatte sich Sandra mit Oma Erika Tögel in Augsburg auf den Weg gemacht. Unterwegs blieben sie auf der Autobahn in einem Unfallstau stecken. Minuten um Minuten verrannen. Sandra sah das Treffen schon geplatzt. Ständig war sie in Telefonkontakt mit Tutzing. Und als sie über halbstündiger Verspätung am Starnberger See eintraf, wartete ihr Star auf sie. Tränenüberströmt stürzte die 13-Jährige in dessen Arme und ließ sich minutenlang trösten. Im Garten plauschten dann Gastgeber und Gäste, bevor es zur Besichtigung ins Tonstudio ging. Zum Abschied signierte Maffay noch die mitgebrachten Schallplatten - denn auch Sandras Oma ist ein großer Fan des Tutzingers.

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