Ende eines weißblauen Stangerls: Der Perchtinger Maibaum wurde auf Anweisung der Stadtverwaltung umgeschnitten. Die Burschen wollen sich um einen Ersatz kümmern und eine Maifeier organisieren. Foto: Chris Gebhart

Maibäume leben immer kürzer

Perchting - Der Perchtinger Maibaum ist schon gekappt, bei seinem noch nicht einmal zwei Jahre alten Hadorfer Kollegen ist noch nicht raus, ob er dasselbe Schicksal hat.

Die Perchtinger jedenfalls mussten ihren fällen und halten bereits Ausschau nach einem neuen Baum. Denn für die Perchtinger Burschen ist es Ehrensache: „Wir werden am 1. Mai wieder ein großes Maifest veranstalten - damit in Perchting schon in wenigen Monaten wieder ein Maibaum steht und die Tradition fortgeführt wird“, sagt Oberbursch Christoph Kammerlander.

Die Lebensdauer der Maibäume wird immer kürzer, wie die Burschenvereine feststellen. Der Hadorfer ist noch keine zwei Jahre alt, der Perchtinger ist vom Mai 2012. „Statt wie früher im Vier- bis Fünf-Jahres-Rhythmus müssen die Bäume aus Sicherheitsgründen mittlerweile schon nach zwei bis drei Jahren umgeschnitten werden“, sagt Kammerlander. „Das zieht natürlich nach sich, dass die Burschenvereine in kürzeren Abständen einen großen organisatorischen Aufwand betreiben müssen. Wenn das den Ehrenamtlichen zuviel wird, könnte es sein, dass die Maibaum-Tradition irgendwann ganz ausstirbt“, befürchtet er.

Die Burschenvereine kümmern sich, dass der Baum bemalt und bewacht wird. „Vier Wochen vorher muss er hergerichtet werden“, sagt Kammerlander. Es sei weniger eine Frage des Geldes als der Zeit, die die Burschen in den Brauch investieren. In Perchting funktioniert das alles: Der Verein hat knapp 80 Mitglieder.

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