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Hunde nur noch an die Leine, Hundekot in die Tüte: Diese Regel gilt für die Maisinger Schlucht, um das Trinkwasser zu schützen.

Hunde in der Maisinger Schlucht

Landratsamt verordnet Leinenzwang

Starnberg - Hunde dürfen die Maisinger Schlucht südlich von Starnberg nur noch an der Leine betreten, Häufchen muss das Herrchen wegräumen - zum Schutz des Trinkwassers. Wer dem nicht folgt, muss mit bis zu 50 000 Euro Strafe rechnen.

Trinkwasser ist ein hohes Gut, Klärschlamm, Gülle, Jauche, Mist und Hundekot gefährden es. In der Wasserschutzzone Maisinger Schlucht missachten Hundebesitzer dies immer wieder. „Die zahlreichen Hinterlassenschaften von Hunden im Bereich der Maisinger Schlucht sind für uns ein Problem“, sagt Stadtsprecher Karl Heinz Springer. „Berechnungen haben ergeben, dass die Mengen an Hundekot, die im unmittelbaren Bereich der Brunnen täglich ausgebracht werden, ungefähr einer Dauerbeweidung mit zwei bis drei Kühen gleichkommen.“

Deshalb hat das Landratsamt eine Verfügung für das Wasserschutzgebiet erlassen. Die Stadt Starnberg kümmert sich um deren Beachtung. Hunde müssen an die Leine, ihre Hinterlassenschaften müssen die Herrchen mitnehmen und ordnungsgemäß entsorgen. Sonst ist das Trinkwasser gefährdet. Hintergrund: Laut Stadt hat es in Oberbayern immer wieder Verkeimungen im Trinkwasser gegeben, die auf die landwirtschaftliche Düngung zurückgehen. Wer erwischt werde, dass er seinen Hund ins Wasserschutzgebiet machen lasse, müsse mit einer Geldbuße von bis zu 50 000 Euro rechnen.

Die Allgemeinverfügungen für das 340 000 Quadratmeter große Wasserschutzgebiet der Stufe II in der Maisinger Schlucht, aber auch für einige andere wie Andechs oder Inning, dienten dazu, teilweise aus den 1970er Jahren stammende Regelungen auf den neuesten Stand zu bringen, erklärte Kreissprecher Stefan Diebl auf Anfrage. Darauf hatten auch übergeordnete Stellen sowie einige Wasserversorger gedrängt. „Hygienischen Gefährdungslagen“ solle damit begegnet werden - deswegen der nun verpflichtende Leinenzwang für Hunde. Für die Umsetzung, also die Beschilderung, sind die Kommunen oder Wasserversorger zuständig.

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