Erst seit einem Jahr im 29er: Felix Wieland (l.) und Manuel Wunderle (r.) vom Münchner Yacht-Club holten Silber und damit als erstes Team aus Starnberg eine Medaille in dieser Bootsklasse bei einer Bayerischen Meisterschaft. Foto: jaksch

Medaillen sind verteilt

Starnberg - Die 39. Bayerische Jugendwoche auf dem Starnberger See ist zu Ende. Die besten Nachwuchssegler im Freistaat stehen fest.

Nach zehn Wettfahrten bei den 420ern und 29ern, acht bei den Optimisten und sechs bei den Lasern war zumindest eines für Christian Haake klar: „Wir haben ein sehr reelles Ergebnis“, stellte der Manager des Münchner Yacht-Clubs fest. Die vorderen Plätze bei der Bayerischen Jugendwoche nahmen in diesem Jahr die Teams ein, die ein besonderes Gespür für Leichtwind besitzen. Allen voran Nils Sternbeck und Finn Kenter aus Seeshaupt, die bei den 420ern sensationell gewannen.

„Die Bedingungen waren ihnen auf den Leib geschnitten“, konstatierte Ilja Wolf. Der Manager des Bayerischen Yacht-Clubs zeigte sich mächtig beeindruckt von den beiden 13-Jährigen, die bei ihrer Premiere im 420er den Mannschaften aus seiner Trainingsgruppe auf und davon fuhren. „Teilweise muss man schon sagen, dass sich meine Teams mehr mit sich selbst beschäftigt haben als nach vorne zu segeln“, kritisierte Wolf. Und so übernahmen die Außenseiter aus dem Süden des Starnberger Sees die Initiative und hängten die vier schärfsten Konkurrenten aus dem BYC klar ab. „Das muss man erst mal so hinkriegen“, zollte ihnen auch Haake Respekt, „das Boot im Griff zu haben, und den anderen so vor der Nase rumzufahren.“ Zweite wurden Tatjana Hoesch (BYC) und Leonie Eichhorst (Potsdamer Yacht-Club), Dritte Hannah und Nick Hagen (beide BYC).

Während Sternbeck und Kenter ihre Rivalen vom zweiten Tag an kontrollierten, gab es gestern bei den 29ern noch einen Führungswechsel: Johannes Munk (SGS) und Patrick Ruess (SVS) verdrängten mit drei Tagessiegen Manuel Wunderle und Felix Wieland noch von der Spitze. Die Crew vom MYC, die erst seit einem Jahr im 29er segelt, kann sich damit trösten, als erstes Team aus Starnberg überhaupt eine Medaille bei der Bayerischen Meisterschaft gewonnen zu haben. „Die scheinen auf das Boot zu passen“, kommentierte Haake die Leistung der Silbermedaillengewinner, „denen liegt die Kiste“. Bronze ging an das Team Valentin Jell (SRV) und Andreas Martin (BSCF).

Nicht zu überbieten war auch die Spannung bei den Optimisten. Nach acht Wettfahrten lagen nur zwei Punkte zwischen der Ersten und dem Vierten. Weil es so eng zuging, hätte die Wettfahrtleitung gerne noch ein reguläres neuntes Rennen gestartet, um absolute Klarheit herzustellen, doch das war bei den schwierigen Windbedingungen am Mittwoch nicht mehr möglich. So setzte sich am Ende Theresa Löffler vom Yacht-Club am Tegernsee (30 Punkte) gegen Valentin Müller vom BYC (31) und Felix Reith vom Steinberger Yacht-Club (31) durch. Felix Kaiser vom MYC (32) musste sich mit Rang vier abfinden. „Aber so läuft’s“, trauerte Haake mit seinem Skipper. Bei den Lasern, die in der Spitze starke Leistungen ablieferten, schaffte es der Herrschinger Florian Jungbauer nicht aufs Podium.

Von Christian Heinrich

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