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Die Schüler der 3c aus Herrsching nehmen es im Buchendorfer Wald nicht nur mit den Holzscheiten, sondern auch mit der Witterung auf.

Ausgerutscht - ja und: Dreck wärmt

Buchendorf - Mehr als 2000 Drittklässler haben in diesen Tagen an den Walderlebnisspielen bei Buchendorf teilgenommen. Dem Regen zum Trotz. 

Zum Auftakt der Walderlebnis-Spiele des Amts für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten (AELF) schüttet es aus Kübeln: Am Eingang des Buchendorfer Gemeindewalds taucht die erste Schulklasse frühzeitig auf. An der Spielestation „ein Ster Holz aufschichten“ ist die 3c aus Herrsching mit Feuereifer dabei. „Das macht Spaß“, lobt Dario (9) den Wettlauf durchs weiche nasse Moos.

Mehr als 2000 Drittklässler, so viele wie noch nie, werden sich bis einschließlich heute bei den Walderlebnis-Spielen vergnügen – und lernen, freut sich der Andechser Revierleiter und Bildungsbeauftragte Luitpold Schneider. Seine Kollegin Silke Hartmann aus Murnau chauffiert die Merkur-Mitarbeiter im Dienstwagen durchs Dickicht des verregneten Waldes. Auf den verwinkelten Wegen sind grüppchenweise Schulklassen mit ihren Lehrerinnen unterwegs.

Der Rundparcours hat fünf Stationen. Im Dickicht stoppt Waldpate Franz Jäger vom Staatlichen Forstamt Weilheim gerade die Zeiten der Klasse 3 c aus Herrsching, die immer noch Holzscheite schichtet. „Ich bin zu schnell gerannt“, bekennt Jakob (9). Der Bub war auf dem weichen Moosboden ausgerutscht. Der Bub ist nur mit einem dünnen T-Shirt bekleidet. So recht begreife er die Eltern ja nicht, sagt Revierförster Luitpold Schneider, selbst Vater einer siebenjährigen Tochter. Ein Blick auf die Wetter-App oder aus dem Fenster genüge doch, um dem Kind Regenkleidung und Schirm mitzugeben. „An den Kindern erkennt man, ob die Eltern mit ihnen rausgehen“, sagt Schneider. Manche Drittklässler, die der Bildungsbeauftragte mit seinem Team betreut, „waren noch nie im Wald“ – egal ob sie im Würmtal leben oder auf dem Land bei Schongau.

Obwohl durchweicht, ist Jakob aus Herrsching voll dabei. Die Wettspiele sind „richtig schön“, findet sein gleichaltriger Freund Dario. Und Gustav ergänzt: „Am meisten Spaß macht das Ster schichten.“ Lachend fügt der verschmutzte kleine Läufer hinzu: „Dreck wärmt.“ An der nächsten Station baut eine Schulklasse Türme aus sortierten Linden-, Buchen-, Fichten- und Birkenscheiben. „Weil die Kinder da wieder im Regen stehen“, hat Bildungsbeauftragte Silke Hartmann die Ratestaffel mit Lärchen-, Eichen-, Buchen-Zweigen und Kiefernzapfen abgebaut. Schade finden das die drei sportlichen Buben aus der 3c von Lehrerin Sophia Schulmair. „10 bis 13 Klassen am Tag schleusen wir durch“, erklärt Bildungsbeauftragter Schneider:

Die 2000 Drittklässler werden mit Bussen aus dem gesamten oberbayerischen Einzugsgebiet des AELF zum Waldparcours nach Buchendorf transportiert. Noch bis heute sind dort allein 29 Klassen aus dem Landkreis Starnberg unterwegs: Die Sieger werden wieder mit Pokal geehrt – einem geschnitzten großen Holzpilz, gefertigt in einer Behinderten-Werkstatt.

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