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Berliner Monsterblock: Gegen den Meister waren Florian Malescha und seine Herrschinger chancenlos.

Volleyball

Meister Berlin zu stark für Herrsching

Herrsching - Am Ende war's doch eine klare Sache. Mit 0:3 (23:25, 18:25, 21:25) verloren Herrschings Volleyballer das Bundesliga-Topspiel gegen die Berlin Recycling Volleys.

Coach Max Hauser grämte sich nicht sonderlich lange. „Berlin war die klar bessere Mannschaft, wir haben alles gegeben.“ Zumindest vor dem Topspiel der 1- Volleyball-Bundesliga hatte Herrsching die Gäste im Griff. Unter dem Gejohle der 1000 Zuschauer in der Nikolaushalle führte „König“ Alexander Tropschug das Berliner Maskottchen Tiger Charlie an der Leine in die Halle. Unterstützt von einer Handvoll Müllmännern wurde Charlie schließlich in die Mülltonne gekehrt. 

Die Gäste klatschten artig mit. Doch dann machte die Mannschaft von Meister-Trainer Roberto Serniotti kurzen Prozess. Zumindest im ersten Durchgang konnten die Ammersee-Hünen dem Triplesieger vor Probleme stellen. Eine schnelle Herrschinger 4:1-Führung glich Berlin zügig aus, bis zur zweiten technischen Auszeit wogte das Spiel hin und her, dann zog der selbst ernannte Geilste Club der Welt auf 18:15 davon, doch Berlin kam erneut zurück. Im Endspurt hatte dann BRV-Spielmacher Tsimafei Zhukouski die besseren Ideen. Vor allem gegen die starke Mitte war kein Kraut gewachsen. Letztlich bescherten zwei völlig katastrophale Herrschinger Annahmefehler den Berlinern den ersten Satz (23:25). „Hätten wir den Satz gewonnen, wäre es hier richtig heiß geworden“, sagte Hauser nach der Partie. 

Sein Heimdebüt gab Herrschings Ösi-Import Nicolai Grabmüller, der gegen Ende des zweiten Satzes für Roy Friedrich ins Spiel kam. „Ich bin mit Roys Leistung nicht unzufrieden“, stellte Hauser klar. Aber im Hinblick auf das Pokalspiel am Mittwoch in Düren, wo Friedrich aus beruflichen Gründen nicht dabei sein wird, wollte ich „dem Nico Spielpraxis geben. Ich bin grundsätzlich mit ihm zufrieden. Er hat gut aufgeschlagen.“ Im Angriff hat der Salzburger sicher noch Luft nach oben. Hauser ist sich aber sicher, dass er am Mittwoch „eine gute Partie spielen wird“. 

Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich die Berliner Annahme immer mehr. Auch im Angriff hatte der Meister mehr zu bieten. Herrsching versuchte seinerseits den schnellen Punktgewinn, was aber meistens misslang. Zwar bemühte sich Spielmacher Patrick Steuerwald redlich, doch ein ums andere Mal waren die Angreifer nicht auf der Höhe. Da auch der Aufschlagdruck fehlte, hatte Berlin leichtes Spiel. Mit 25:18 ging auch Satz zwei an die Gäste. 

Ob die Herrschinger in Gedanken bereits bei der bevorstehenden Pokalpartie waren oder noch an das Wunder glaubten, wollte Hauser nicht beurteilen. Aber zumindest machten es die Ammerseer den Hauptstädter so schwer wie möglich, den dritten Satz einzufahren. Zur zweiten technischen Auszeit hieß es bereits 10:16, doch der GCDW kämpfte sich bis auf 21:23 heran. Doch dann drosch Diagonalangreifer Julius Höfer den Ball ins Netz statt ins Feld. Berlins Zhukouski war es schließlich vorbehalten, mit einem Ass den Schlusspunkt zu setzen. 

Den Gästen, die nach vier Spielen weiterhin ohne Satzverlust weiterhin an der Tabellenspitze stehen, war jedoch anzumerken, wie froh sie waren, dass sie ungeschoren aus der GCDW-Arena kamen. Hallensprecher Tropschug war der Erste, der für Aufbauarbeit sorgte. „Kopf hoch, Jungs“, rief er via Mikrofon den enttäuschten Spielern zu. Für die steht jetzt eine knackige Woche an. Am Mittwoch geht’s nach Düren, wo mit einem Sieg im Viertelfinale des DVV-Pokals der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte erreicht werden kann. Am kommenden Wochenende steht dann das Heimspiel-Doppel gegen VCO Berlin (Samstag, 19 Uhr) und die United Volley RheinMain (Sonntag, 14.30 Uhr) an.

Dirk Schiffner

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