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Neue Gemeinderätin und neue Referentin für Familie: Melanie Grenzebach wurde am Donnerstagabend von Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler v ereidigt. 

Melanie Grenzebach als neues Mitglied des Gemeinderates vereidigt

Referentenkür im Internet sorgt für Eklat

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Melanie Grenzebach ( PWG ) aus Aschering wurde am Donnerstagabend als neues Mitglied des Pöckinger Gemeinderates vereidigt. Die 47-jährige zweifache Mutter rückt für Elisabeth Stiehler nach, die im Dezember ihren Rücktritt erklärt hatte.

Pöcking -   „Ein frisches Gesicht und die Frauenquote im Rat bleibt auch erhalten“, lobte Bürgermeister Rainer Schnitzler ( PWG ), als er Grenzebach vereidigte. Danach war es allerdings schnell vorbei mit der guten Laune im Gemeinderat. Genauer gesagt, als es um die Nachbesetzung des Postens der Referentin für Familie und Kinder ging, den bislang Elisabeth Stiehler bekleidet hatte. Laut Vorlage sollte ihr Melanie Grenzebach folgen.

Doch das sah Simone Greve (Grüne) anders. „Zu einer Wahl gehört, dass man auch eine Wahl hat“, meinte sie. Und nominierte Annette von Nordeck (FDP) für das Amt der Referentin. „Sie bringt sowohl die nötige Erfahrung als Gemeinderätin als auch als junge Mutter mit“, begründete sie ihren Vorschlag. Zudem forderte sie, dass sich beide Bewerberinnen vorstellen.

Das sorgte zunächst einmal für einige Irritationen auf der Verwaltungsbank. Das sei keine Wahl, sondern nur eine Abstimmung, meinte Bürgermeister Schnitzler, willigte dennoch ein. Melanie Grenzebach betonte – sichtlich überrumpelt –, dass sie als Mutter zweier Kinder im Alter von neun und 14 Jahren bestens mit den Problemen junger Familien vertraut sei.

Annette von Nordeck indes hatte sich intensiv vorbereitet. Sie verwies nicht nur darauf, dass sie bereits seit drei Jahren Mitglied des Gemeinderates sei, sondern berichtete auch, dass sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit Dr. Anna Schmidt einen Eltern-Kind-Treff in Pöcking initiiert habe. „Vorher gab es keinerlei Angebote für Kinder unter einem Jahr“, meinte sie. Zudem kündigte die FDP-Gemeinderätin zahlreiche weitere Aktionen an.

Was eigentlich ein normaler Routine-Tagesordnungspunkt sein sollte, eskalierte schließlich gänzlich, als Christian Hörndl (SPD) entdeckte, dass Melanie Grenzebach auf der Internetseite der Gemeinde bereits als Referentin für Familien und Kinder geführt wurde, obwohl der entsprechende Gemeinderatsbeschluss noch gar nicht gefällt worden war. Da kochten die Emotionen endgültig hoch. Bürgermeister Schnitzler – wie Grenzebach Mitglied der PWG – konnte sich den Eintrag auch nicht erklären. Wenig später hatte dann allerdings doch wieder alles seine Richtigkeit. Mit zehn zu neun Stimmen wurde Melanie Grenzebach als neue Referentin berufen. Über die Bewerbung von Annette von Nordeck wurde deswegen erst gar nicht mehr abgestimmt.

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