Amtsenthebungs-Verfahren: Demokraten stellen Anklage gegen Donald Trump vor

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Am Amtsgericht Starnberg musste sich ein Münchener wegen Diebstahls verantworten.

Aus dem Gerichtssaal

Reinen Gewissens Fahrrad  mitgenommen

Es war ein Missverständnis. Deshalb sprach das Amtsgericht Starnberg einen Münchener vom Vorwurf des Radldiebstahls frei.

Starnberg – Eigentlich wollte er nur beim Entrümpeln behilflich sein. Jetzt musste sich ein 31-jähriger Münchener wegen Fahrrad-Diebstahls vor dem Starnberger Amtsgericht verantworten. Zu Unrecht – das jedenfalls erklärte der arbeitslose Angeklagte gleich zu Beginn seines Prozesses. „Ich helfe immer freiwillig bei der Starnberger Tafel, bin immer hilfsbereit“, sagte der Münchener und schilderte dem Gericht, wie er einer 53-jährigen Starnbergerin Mitte Juni 2018 beim Ausmisten geholfen hat. Im Zeugenstand sagte die Starnbergerin: „Als Dankeschön habe ich ihm zwei Fahrräder geschenkt, ein silbernes und ein rotes. An denen musste er aber noch etwas reparieren.“

Von einem dritten Fahrrad, einem Herren-Mountainbike ohne Fahrradkette, wusste die Starnbergerin nichts. Offenbar hatte der Angeklagte gedacht, auch dieses Bike gehöre der 53-Jährigen und nahm es ebenfalls an sich. Einen besonderen Reibach habe er an jenem Sommerabend ohnehin nicht gemacht: „Die Fahrräder waren Müll, eigentlich nicht fahrbereit.“ Umso ärgerlicher waren für ihn die anschließenden Schwierigkeiten. Als der rechtmäßige Besitzer des Mountainbikes entdeckte, dass es nicht mehr im Hof stand, ging er zur Polizei. Die Sache klärte sich alsbald auf und der Münchner rückte das Herrenrad auch sofort wieder heraus.

„Der Angeklagte hat gesagt, dass er nicht wusste, dass es mein Rad ist. Dann wollte ich natürlich die Anzeige zurückziehen“, sagte der 30-jährige Speditionsarbeiter, der das Mountainbike selber bei einem Umzug geschenkt bekommen hatte. Er wollte es für sich wieder herrichten. Den Neupreis des Drahtesels schätzte der 30-Jährige auf etwa 900 Euro.

Aus dem Diebstahlprozess ging der bereits siebenfach vorbestrafte Münchener mit einem Freispruch hervor. Zünglein an der Waage war nicht zuletzt ein Video, das den Angeklagten zeigt, wie er in aller Seelenruhe das Herrenrad aus dem Hof schiebt. „Alles andere als das typische Verhalten eines Diebs, Ich gehe schlechterdings davon aus, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt hat“, urteilte Richter Franz von Hunoltstein. 

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