Robin liest ihren Brief vor, den sie an ihre verstorbene Großtante geschrieben hat. 300 Exemplare mit Bildern und Zeilen hängen vor dem Museum aus. foto: Stefan Schihbauer-von Jena

Museum Starnberger See

Schüler malen Trauer

Starnberg - Eine Installation von Schülern schafft derzeit eine Verbindung zwischen einer Sonderausstellung im Museum Starnberger See in Starnberg und dem früheren Friedhof der Stadt.

„Wir haben unsere Unterrichtsstunde heute hierher verlegt“, sagt Lehrer Gerd Stöckle am Donnerstag vor dem Museum Starnberger See. „Der Tod ist ein großer Lehrmeister.“ Die Lehren zu verarbeiten, beschäftigte Schüler der Montessori Schule sowie Kinder und Jugendliche des Montessori-Kinderhauses. Diese entwarfen 300 auf Folien geritzte „L(i)ebensbriefe“, ein Wortspiel aus Liebens- und Lebensbriefe. Darin bringen sie ihre Trauer um einen verstorbenen Menschen künstlerisch zum Ausdruck. Im Kinderhaus und den fünften bis zehnten Schulklassen wurden zu dem Thema Bücher gelesen. Die Bearbeitung der Folien erfolgte still, mit leiser Hintergrundmusik. „Es wurde geweint, aber auch gelacht“, berichtet Stöckle.

Am Donnerstag wurden die transparenten Folien aufgehängt und sollen es bis zu den Pfingstferien bleiben. Der Ort, das Gelände des Bodendenkmals von Sankt Benedikt, ist ein besonderer. Bürgermeisterin Eva John erinnerte: „Vor über 1000 Jahren wurden hier die Bürger Starnbergs beerdigt. Wir können heute auch ein klein wenig an sie denken.“ Die 15-jährige Schülerin Robin hat bei dem Projekt den Tod ihrer Großtante verarbeitet und liest vor: „Ich hoffe, du hast ein besseres Leben im Himmel. Ich bin mir sicher.“

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