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Nach positiven Corona-Fällen: Proteste gegen die Verlegung von Infizierten in Asyl-Unterkunft

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Ein Blaulicht.
Großer Einsatz an der Asylunterkunft für die Polizei in Inning. © Friso Gentsch/Symbolfoto

Drei positiv getestete Bewohner einer Asylunterkunft in Inning wollten nicht woandershin verlegt werden. Die Polizei rückte mit großem Aufgebot an, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Inning – Mehr als 50 Polizeibeamte mussten am Mittwochabend an der Gemeinschaftsunterkunft an der Schornstraße in Inning durch massives Auftreten für Ruhe sorgen. Drei positiv auf Corona getestete Bewohner sollten in eine andere Unterkunft im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verlegt werden – ein übliches Verfahren. Das wollten etwa 20 andere Bewohner verhindern. Zu Gewaltätigkeiten kam es nicht, wohl wegen des starken Aufgebots, das schnell zur Stelle war.

„Da sich die drei Männer weigerten, in den bereitgestellten Bus zu steigen, zog der Sicherheitsdienst die Polizei hinzu. Den zunächst eingesetzten drei Streifen standen etwa 20 Bewohner gegenüber, die lautstark gegen die Verlegung der positiv Getesteten protestierten“, erklärte Kevin Perleberg, Vize der Herrschinger Inspektion. Da die Stimmung aggressiver geworden sei und zu kippen drohte, rückte Verstärkung an – darunter Bereitschaftspolizisten samt Diensthunden, die zufällig in der Nähe waren. Die 40-köpfige Einheit legte die Demo-Ausrüstung (Helm, Schlagstock) an. Mit gutem Zureden sei nichts auszurichten gewesen. Die 20 Bewohner haben es unter Umständen deswegen bei lautem Protest belassen.

Polizisten in Schutzanzügen und -masken mussten die drei Infizierten schließlich mit Gewalt in den Bus setzen. Danach habe sich die Lage beruhigt, nach zwei Stunden war der Einsatz vorbei. Verletzt wurde niemand.

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