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Feuerwehrkommandant Dirk Schiecke zeigt, wie eng es derzeit im Gerätehaus in Feldafing zugeht. Nach dreijähriger Suche nach einem anderen Standort soll nun an selber Stelle ein Neubau errichtet werden.

Ersatzneubau geplant

Neue Hoffnung für die Feuerwehr in Feldafing

Die Feldafinger Feuerwehr bekommt ein neues Gebäude. Der Gemeinderat hat eine Machbarkeitsstudie beschlossen. Kommandant Dirk Schiecke hofft, dass es noch während seiner Amtszeit Wirklichkeit wird.

Feldafing – Schäden im Keller, Tore zu niedrig, keine Umkleide, kein Jugendraum: Das alte Feldafinger Feuerwehrhaus genügt schon lange nicht mehr den Ansprüchen und wird für das nächste Auto viel zu klein sein. Seit drei Jahren sucht die Gemeinde einen geeigneten Standort für ein neues Gebäude, gefunden hat sie ihn nicht. Jetzt hat Feuerwehrkommandant Dirk Schiecke vorgeschlagen, das alte Feuerwehrhaus durch einen Neubau zu ersetzen. Eine andere Möglichkeit sieht er kaum: „In Feldafing gibt es keinen anderen Platz in dieser Größenordnung.“

Der Neubau müsste im Vergleich zum Bestand um 45 Grad gedreht werden und würde weiter in Richtung Bücherei rücken. Er hätte aber den Vorteil, dass kein Grundstück angeschafft werden müsste. Zu prüfen ist jetzt unter anderem, ob die vorgeschriebenen Stellflächen erzielt werden können und ob eine Ausfahrt in Richtung Schluchtweg möglich ist. „Die Frage ist, wie viele Stellplätze wir kriegen können“, ergänzte Schiecke auf Anfrage. „Wir wollen lieber mehr, weil wir nicht wissen, wohin sich Feldafing entwickelt.“ Die Konversion des Bundeswehrgeländes steht an und noch ist unklar, wie viel neue Bebauung dort entsteht. „Wir sollten kein Feuerwehrhaus bauen, das in zehn Jahren zu klein ist.“

Gemeinderat stimmt für die Machbarkeitsstudie

Der Neubau ist laut Schiecke schon allein der Sicherheit wegen nötig. Derzeit sind die Umkleiden in der Fahrzeughalle. Das sei inzwischen schon gar nicht mehr erlaubt, wegen der Abgase. „Bei uns ist aber auch die Gefahr, dass der Maschinist beim Rausfahren einen umfährt.“

Der Feldafinger Gemeinderat genehmigte die Machbarkeitsstudie, aber nicht ganz ohne Fragen. Anton Maier (Grüne) wollte wissen, was die Prüfung kostet, erhielt aber keine Antwort, weil, so Bürgermeister Bernhard Sontheim, „die Verwaltung wegen des ehemaligen Bundeswehrgeländes auf Anschlag arbeitet“.

Boris Utech (Grüne) brachte das Gelände am alten Rathaus als Alternativstandort ins Spiel und stimmte als einziger gegen den Vorschlag, das Feuerwehrgebäude an seinem jetzigen Platz zu belassen. Kommandant Schiecke hatte den Platz am alten Rathaus wegen der unübersichtlichen Zufahrt als Alternative abgelehnt. „Der Standort hat sich bewährt“, lautete deshalb auch das abschließende Wort des Bürgermeisters. Ein Kostenrahmen ist noch unbekannt.

Nandl Schultheiß (CSU) gefällt der Neubau an alter Stelle wegen des benachbarten ehemaligen und denkmalgeschützten Polizeigebäudes weniger. Sie appellierte an die Räte, nochmals über einen anderen Standort nachzudenken und will im alten Feuerwehrhaus lieber Wohnraum schaffen. Ute Eiling-Hütig (CSU) bat um Prüfung, ob ein Wohnungsersatz für die beiden Familien der Feuerwehrler vorhanden sei.

Übergangsquartier im Bauhof

Während der Bauphase soll die Feuerwehr auf dem Bauhof untergebracht werden. „Das geht relativ einfach“, ist Schiecke überzeugt. „Wir müssten ein bisschen aufräumen und zusammenrücken.“ Die Bauhoffahrzeuge könnten in den dortigen Carports abgestellt werden, so dass die Halle für die Feuerwehrfahrzeuge frei würde. Die Höhenverhältnisse sind laut Schiecke die selben wie im Feuerwehrhaus – das sei also kein Problem. „Der Bauhof wird nicht begeistert sein“, ist sich der Kommandant bewusst. „Aber ein Ersatzgebäude für das Feuerwehrhaus aufzustellen, kostet ein Vermögen. Und außerdem gibt es dafür keinen Platz in Feldafing.“

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