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Wohlfühlen ist im neuen Haus des Kinderhorts in Gilching angesagt. Bei der Eröffnungsfeier am Samstag sorgten die Kinder mit Liedern für gute Stimmung.

Neuer Kinderhort

Gilching: Ein Haus wie die Natur

Gilching - Dort, wo seit Oktober in Gilching rund 150 Kinder nachschulisch betreut werden, stand früher ein kleiner Wald. Um das Fällen der Bäume auszugleichen, wurde der Kinderhort komplett aus Holz erstellt. Eröffnungsfeier mit rund 50 Ehrengästen war am Samstag.

Stolz präsentierten die Kinder ihren neuen Hort bei der Eröffnungsfeier am Samstag. „Wie wir im Nachhinein erfahren haben, hat die Idee der drei Etagen dem Bürgermeister und den Vertretern des Bauamtes so gut gefallen, dass der Gemeinderat beschlossen hat, einen Hort für sechs Gruppen und Platz für bis zu 150 Kindern zu bauen“, erläuterte Architekt Martin Werner. Ursprünglich waren nur 100 Plätze vorgesehen. „Wir standen vor der Herausforderung, das viel größere Haus in der gleichen Zeit zu planen und zu bauen; nämlich in 20 Monaten. Dank der Mithilfe der künftigen Erzieher, Eltern und der Gemeinde sind es letztendlich nur sechs Wochen mehr geworden.“ Die Baukosten gab Thomas Seidl vom Bauamt mit 4,5 Millionen Euro an, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

„Es ist ein wunderschönes, modernes, großzügiges Haus geworden, in dem sich die Kinder und wir Erzieher uns wohlfühlen“, schwärmte Hortleiterin Annemarie Motzer. Ein Hoch auf ihr neues Domizil stimmten auch die Kinder an. Angelehnt an den WM-Song 2014 aus der Feder von Andreas Bourani sangen sie: „Ein Hoch auf das, was vor uns liegt, dass es den Hort nun für uns gibt. Ein Hoch auf das, was uns vereint…“.

Von einem „letzten i-Tüpferl“, das der Hort nun auf ein umfangreiches bauliches Betreuungsprogramm gesetzt hat, sprach Bürgermeister Manfred Walter. „Die Kinder sangen von Aufbruchsstimmung; in Gilching herrscht auch Zuzugsstimmung, was immer wieder zu Herausforderungen führt. Alleine für das Haushaltsjahr 2016 müssen über eine Million Euro mehr für die 40 neu eingestellten Erzieher im Bereich Kindergarten, Kinderkrippe und Hort berücksichtigt werden“, betonte er.

Als „tolle Leistung“ wertete der stellvertretende Landrat Georg Scheitz die finanzielle und ideelle Kraftanstrengung, die Gilching im Sinne des Nachwuchses seit Jahren erfülle. „Der Hort ist keineswegs eine Pflichtaufgabe einer Kommune, sondern eine freiwillige Leistung“, sagte Scheitz. Er lobte außerdem die Holzbauweise, die in Gilching mittlerweile Standard sei. „Wenn man den Hort betritt, hat man sofort den Geruch von Holz und Natur in der Nase. Dieses Gebäude ist eine tolle Heimat für die Kinder.“

Die Segnung der Räumlichkeiten nahm Pfarrer Franz von Lüninck von St. Sebastian vor. Noch fehlt ein passender Name. Vorschläge können direkt in der Gemeinde oder im Hort an der Talhofstraße abgegeben werden.

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