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Jetziger Mobilfunksender bei Söcking: Dieser Standort hat ausgedient, wenn am optimalen Standort ein Mast für mehrere Anbieter errichtet wird.

Neuer Streit um Mobilfunk am Alersberg

Söcking - Vom Ziel, das Söckinger Ortszentrum von Mobilfunksendeanlagen zu befreuen, ist die Stadt Starnberg weiter entfernt als gedacht. Um den Standort Alersberg ist ein neuer Streit entbrannt.

Zwei Masten sind nötig, damit Mobilfunksendeanlagen mittelfristig von Wohnhäusern im Söckinger Ortszentrum entfernt werden können. Bei einem - jenem für den digitalen Behördenfunk (BOS) gedachten - Standort Alersberg jedoch gibt es neuen Ärger. Eine Eigentümerin verweigert das Wegerecht, weswegen man zwar einen Standort hat, aber kein Recht, dorthin zu fahren. Der Freistaat könnte dies wegen des übergeordneten Interesses für den Funk von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zwar rechtlich durchsetzen - Mobilfunksender wären dann jedoch dort nicht möglich.

Wer die Schuld daran trägt und was man nun tun soll, sorgt für neuen Streit. Lothar Köhler, der Sprecher der eigenen Angaben nach aufgelöste Initiative Alersberg, die den Mast massiv bekämpft hatte und dann nach Gutachten doch einem Kompromiss zustimmen musste, sieht die Ursache in Versäumnissen der Stadt und des Freistaates. Sie hätten längst mit der Grundeigentümerin reden müssen.

Zentrum-Söckinger hingegen argwöhnen, die Dame könnte beeinflusst worden sein - um den Sendemast trotz Kompromiss vielleicht doch noch zu verhindern. Köhler wies dies zurück.

Die Stadt lässt alternative Zufahrten zum Standort prüfen, doch sind die teuer. Sollte es keine Einigung geben, müsste ein neuer Standort gesucht werden. Davon gibt es mehrere, etwa südlich der Wohnsiedlungen, in denen die Initiative Alersberg ihre Mitglieder hatte.

Der zweite Maststandort westlich Söckings hingegen ist unumstritten. Zunächst soll ein 20 Meter hohes Provisorium südlichöstlich des heutigen Gebäudes auf dem ehemaligen BND-Gelände errichtet werden, damit ein Mobilfunkbetreiber kurzfristig seine Dienste aufrecht erhalten kann. Später soll es ein 30 Meter hoher Mast sein. Der steht zwar unmittelbar neben dem Standort eines Kindergartens (FortSchritt), die Strahlung geht jedoch vom Kindergarten weg.

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