+
Mit Elan und Eleganz bewegten sich die Besucher des öffentlichen Probetrainings über die Tanzfläche im Roncallihaus in Tutzing. 

Tanzsport

Neuer Tutzinger Verein gegründet

Auf viel Interesse stößt in Tutzing ein neuer Tanzsportclub, der eigentlich gar nicht mal ganz so neu ist.

Tutzing – Ein Tanzsportclub in Tutzing? Da sind offenkundig viele neugierig geworden, als im Roncallihaus ein öffentliches Probetraining abgehalten wurde. Mit so einem Andrang hatten die Organisatoren selbst nicht gerechnet. Immer mehr Stühle mussten in den Saal getragen werden, damit die rund 70 Besucher Platz fanden.

Dabei gibt es diesen Club eigentlich schon seit mehr als drei Jahrzehnten. Es handelt sich um die bisherige Tanzsportabteilung des FC Traubing. Sie ist zum Jahresende 2016 aufgelöst worden und direkt in den neu gegründeten Verein „Tanzsportclub Tutzing e.V.“ übergegangen. Warum, das erläuterte der Vorsitzende Dr. Karl-Heinz Link gegenüber dem Starnberger Merkur so: „Wir werden beweglicher und können schneller reagieren.“

Mit dem Trainingsraum war es nämlich im Traubinger Buttlerhof seit dessen Neuordnung schwierig geworden. Zunächst musste kräftig improvisiert werden. Doch mittlerweile ist Ersatz gefunden worden, und zwar in zwei Tutzinger Turnhallen – an der Greinwaldstraße und im Gymnasium –, in der Starnberger FT-Turnhalle und in der Traubinger Schulturnhalle. Tutzing als zentraler Standort erweist sich als bestens geeignet, zumal etliche Mitglieder aus den Regionen Herrsching und Weilheim kommen. „Wir sind in aller Freundschaft auseinandergegangen“, sagte Link zur Trennung vom FC Traubing: „Uns sind keine Steine in den Weg gelegt worden.“

Um die Kontinuität zu demonstrieren, soll nach seinen Angaben 2020 trotz der Neugründung das 35-jährige Bestehen gefeiert werden. Der neue Tanzsportclub Tutzing hat zurzeit nach Links Angaben etwas mehr als 60 Mitglieder. Da auch Kurse abgehalten werden, tanzen um die 100 Personen mit. Bei der Veranstaltung im Roncallihaus waren fast alle Vorstandsmitglieder und Trainer dabei. Trainerin Dr. Nadja Hoffmann, eine erfolgreiche Tänzerin mit mehreren bayerischen Meistertiteln und einem Semifinalplatz bei der Weltmeisterschaft der Lateintänze, forderte gleich alle Anwesenden zu einem „kleinen Probetraining“ auf.

Prompt war die Tanzfläche voll. Man hörte Anweisungen, wie sie viele wohl noch aus der Tanzschule ihrer Jugend kennen: „Schritt, Schritt, Seite, schließen...“ Die einen hatten das alles noch ganz gut drauf, die anderen mussten sich erkennbar erst mal hineinfinden. Aber Unterschiede im Können spielten an diesem Abend keine Rolle. „Das ist heute nur ein Appetizer“, sagte die Trainerin, die hauptberuflich Ärztin in Starnberg ist.

Zuvor hatten Mitglieder aller einzelnen „Sektionen“ vorgeführt, was sie gelernt haben. Für Begeisterung sorgten schon die Kleinsten mit modernen Präsentationen unter behutsamer Anleitung ihrer Trainerin, der Tanzlehrerin Karin Köster Casaretto, die Erfahrungen im Opernballett der Bayerischen Staatsoper München wie als Choreografin für Bühne, Film und Fernsehen hat. Allein vier Kinder- und Jugendgruppen gibt es im Tutzinger Tanzsportclub. Wie es auch Erwachsene schnell zu Erfolgserlebnissen bringen können, wurde später vorgeführt – mit „Mitmachtänzen einfachster Art“. 

Lorenz Goslich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kellerbrand rechtzeitig „gehört“
Einem Rauchmelder hat eine Pöckingerin zu verdanken, dass sie das Feuer in ihrem Keller frühzeitig entdeckte. 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Kellerbrand rechtzeitig „gehört“
Feuriger Abend für 30 Ehrenamtliche
Ein Feuer in einer kleinen Sauna hat am Mittwochabend zu einem Feuerwehreinsatz in Berg geführt - einige Schritte vom Gerätehaus entfernt.
Feuriger Abend für 30 Ehrenamtliche
Erneuter Raub-Alarm: Polizei sucht Zeugen
Die Polizei sucht Zeugen eines Raubüberfalls auf einen Getränkemarkt an der Starnberger Straße in Gauting. Eine sofort eingeleitete Fahndung am Dienstagabend, bei der …
Erneuter Raub-Alarm: Polizei sucht Zeugen
Afghanische Familien sind sich nicht grün
Die Polizei ermittelt gegen Mitglieder zweier afghanischer Familien. Es geht unter anderem um Beleidigung und Körperverletzung.
Afghanische Familien sind sich nicht grün

Kommentare