Guy-Angelo Kangos-Kapumba ist der neue Vikar im Pfarrverband im Würmtal.

Kirche

Neuer Vikar unterstützt Geistliche im Würmtal

Würmtal - Nach Pfarrer Anicet Mutonkole, Bruno Kasongo und Pere Raymond ist seit Jahresbeginn erneut ein Priester aus dem Kongo als Vikar im Pfarrverband im Würmtal tätig.

Der Begriff „Mission“ war in den letzten Jahrzehnten in der katholischen Kirche eher in den Hintergrund getreten. Die Entsendung von Glaubensboten in andere Erdteile wurde im Schatten der Kolonialisierung kritisch gesehen. Im 21. Jahrhundert scheint sich ein neuer Trend anzubahnen. Während früher die europäischen Missionare auszogen, den christlichen Glauben nach Afrika und Asien zu bringen, werden nun Geistliche aus diesen Gebieten immer mehr zu Unterstützern der Seelsorge bei uns. Und diese Hilfe wird von Priestern und Gläubigen meist freudig angenommen. Nach Pfarrer Anicet Mutonkole, Bruno Kasongo und Pere Raymond ist seit Jahresbeginn erneut ein Priester aus dem Kongo als Vikar im Pfarrverband im Würmtal tätig.

Guy-Angelo Kangosa-Kapumba stammt aus der Diözese Kikwit in der Republik Kongo. Dort studierte er „ländliche Entwicklung“, Philosophie und Theologie und empfing 1998 die Priesterweihe. 2002 kam er nach München, um an der Ludwig-Maximilians-Universität sein Studium als Neutestamentler mit der Promotion abzuschließen. Neben seiner Tätigkeit als Gastdozent im Kongo ist er im Erzbistum München-Freising in der Seelsorge eingesetzt. Jeweils drei Jahre wirkte er als „Priesterlicher Leiter der Seelsorge“ in Neuching bei Erding und St. Margaret in Sendling. Dort lernte er Diakon Wolfgang Ring kennen, der ihn nun mit Freude als Mitarbeiter im Pfarrverband begrüßte.

Die letzten Jahre war Kangosa-Kapumba Pfarradministrator in Wörth/Hörlkofen, dann im erweiterten Pfarrverband Walpertskirchen. Die Arbeit in dem großen Gebiet mit zwölf Kirchen, die er zuerst allein, dann mit einer halben Diakonstelle als Hilfe bewältigen musste, war äußerst anstrengend. Aus gesundheitlichen Gründen musste er die Stelle wechseln.

2017 wurde Kangosa-Kapumba nun Pfarrer Johannes von Bonhorst als Vikar zugewiesen. Damit wird auch Max Schmucker etwas entlastet, der trotz hohen Alters unermüdlich seinen Dienst im Pfarrverband tut. Kangosa-Kapumba wohnt im Pfarrhaus von St. Vitus, wird aber, wie er sagte, „einen Fuß in Stockdorf und einen in Planegg haben“. Er freue sich auf die vielfältigen Begegnungen, „die dazu beitragen, die Liebe und Nähe unseres Gottes spürbar werden zu lassen“. „Für euch bin ich Priester und mit euch Christ“, umreißt er nach einem Wort des Heiligen Augustinus seine Aufgabe im Würmtal. ft

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