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So sieht es derzeit an der Ecke Römer-/Rathausstraße aus: Das rot eingekreiste Gebäude soll abgerissen und durch einen neuen Komplex ersetzt werden, auch weil der dahinterliegende Roßmann mehr Platz braucht.

Zentrum Gilching

Ein neues Tor zum Marktplatz

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Gilching - An der Ecke Römer-/Rathausstraße in Gilching soll ein neues Gebäude entstehen. Das Architekturbüro präsentierte die Pläne, die viele gut finden.

„Das Ortszentrum funktioniert noch nicht richtig“, sagt Stefan Dinkel. Der Architekt mit Büro in Gilching präsentierte dem Bauausschuss am Montag die Pläne für das neue Gebäude an der Kreuzung Römer-/Rathausstraße. Im Erdgeschoss ist die Fassade des neuen Gebäudes nach hinten versetzt, der kubische Baukörper soll in den oberen Etagen nach vorne hin zur Straße gezogen werden, wodurch eine Torfunktion entsteht. Mit dem gegenüberliegenden Haus soll so optisch eine Art Entrée zum Marktplatz angedeutet werden. Fußgänger, die bislang um die Parkbuchten verschwenkt entlang laufen mussten, können im neuen Konzept geradeaus unter dem „Würfel“ flanieren.

Im neuen Gebäude soll der an der Römerstraße untergebrachte Roßmann erweitert werden können. „Die brauchen mehr Fläche, die der Drogeriemarkt hinter dem am Eck geplanten Café auch bekommen kann“, so Dinkel. Zur Rathausstraße hin ist eine Terrasse eingezeichnet, auf der sich Marktbesucher unter Sonnenschirmen ausruhen und erholen können.

Das neue Gebäude sieht ein Café im Erdgeschoss und Büros in den Obergeschossen vor.

Auch wenn die Festsetzungen im Bebauungsplan insbesondere bezüglich Gesamtfläche, Wandhöhen und Bebauungsanteil (GRZ) nicht ganz eingehalten werden, begrüßte das Gremium den vorgeschlagenen Entwurf. Bauamtsleiter Max Huber erklärte, dass sich der Komplex  städtebaulich sehr gut einfüge. Aus der CSU-Fraktion hieß es gar, die geringfügigen Überschreitungen seien zu vernachlässigen. Die bestehende Tiefgarage (18 Plätze) wird um 22 Plätze erweitert. Zufahrten sind auf Römer- wie auf Rathausstraßenseite möglich. Nur Peter Unger fand’s nicht schön: „Alles höher, dichter und mehr Versiegelung, ich hab’ da ein Problem und kann dem nicht zustimmen.“ Und wie geht’s weiter? Eigentlich hatte die Verwaltung einen Beschlussvorschlag dabei, aus der SPD kam aber der Vorschlag, die Präsentation lediglich zur Kenntnis zu nehmen und in den Fraktionen noch einmal zu besprechen. Dinkel: „Der Bebauungsplan ist ja noch bis Ende April in der öffentlichen Auslegung. Wir sind jetzt erst einmal froh, dass es keine größeren Bedenken gab.“ Wenn alles gut läuft, könne man in drei bis vier Monaten mit dem Bau beginnen, mit einer Fertigstellung sei aber erst 2018 zu rechnen.

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