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Ein aktuelles Bild von dem neuen Satelliten lässt den Vulkan Gunung Agung auf Bali gut erkennen.

DLR

Neuer Satellit beglückt die Klimaforscher

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Die Wissenschaftler des DLR Oberpfaffenhofen reden beim Satellit Sentinel-5 Precursor von einem „Quantensprung in der Atmosphärenbeobachtung“. 

Oberpfaffenhofen– Der Satellit Sentinel-5 Precursor macht derart scharfe Bilder, dass sich nicht nur der Datenservice dramatisch verändern wird. Die Wissenschaftler erwarten auch Auswirkungen auf Smartphone-Apps und Internetdienste, die bei Informationen zur Luftqualität oder dem Biowetter davon profitieren könnten.

„Eine völlig neuartige Beobachtung der Atmosphäre“

Der neue Satellit ist mit einem hochsensiblen Spektrometer ausgestattet. Dieses erfasst auch wichtige Spurengase, Aerosole und Wolkeninformationen. Dazu kommen der Gehalt von Schwefeldioxid, Ozon, Formaldehyd, Stickstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid, Methan und Aerosolen sowie Parameter zur Höhe, Verteilung und dem Rückstrahlvermögen von Wolken. Umwelt- und Klimaforscher können anhand der hochgenauen Daten Simulationsmodelle verbessern und präzisere Vorhersagen treffen. 

„Sentinel-5P eröffnet eine völlig neuartige Beobachtung der Atmosphäre, in einer Auflösung wie wir sie bisher nicht gekannt haben. Mit Sentinel-5P können wir insbesondere unsere Erkenntnisse zur Luftqualität über den großen Städten und ihre Herkunft erweitern und auch Veränderungen, zum Beispiel durch politische Maßnahmen, beobachten“, erklärt Professor Stefan Dech, Direktor des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums des DLR.

Atmosphärendaten „von unschätzbarem Wert“

Auch der tägliche Verkehr auf der Straße, auf dem Wasser oder in der Luft hinterlässt in der Atmosphäre Spuren in Form von Stickstoffdioxid, Ozon und anderen Schadstoffen. Mit Sentinel-5P können nun auch kleinere Quellen innerhalb einer Stadt erfasst werden. Eine aktuelle Sentinel-5P-Auswertung zeigt beispielsweise hohe Stickstoffdioxid-Belastungen über dem Westen Deutschlands und Norditaliens, die durch Autoabgase und die Verbrennung fossiler Brennstoffe in der Industrie hervorgerufen werden, berichtet das DLR in einer Pressemitteilung.

Die Atmosphärendaten sind auch für die Langzeitbeobachtung „von unschätzbarem Wert“, so das DLR weiter. Die Daten bieten die Möglichkeit, Veränderungsprozesse zu erkennen und zu verstehen. „Erst der Blick auf jahrzehntelange Datenreihen macht verständlich, warum sich bestimmte Entwicklungen im Ökosystem Erde vollziehen und wie sie beeinflusst werden können“, so das DLR.

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