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Termin beim Landrat: Michael Schönwetter, Bürgermeister Michael Muther, Frank Teufel, Schulleiterin Maria Streifinger, Landrat Karl Roth und Kerstin Schempp brüten über dem Maßnahmenkatalog der AG „Sicherer Schulweg“ (v.l.).

Treffen im Landratsamt

Mühsamer Weg zum sicheren Schulweg

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Eltern und Lehrer diskutierten im Landratsamt einen Maßnahmenkatalog für einen sicheren Schulweg in Oberpfaffenhofen.

Oberpfaffenhofen – An die 400 Unterschriften und ein Konzept – so ausgestattet haben gestern Weßlings Grundschulleiterin Maria Streifinger und die beiden Väter Frank Teufel und Michael Schönwetter aus Oberpfaffenhofen Landrat Karl Roth einen Besuch abgestattet. Nach vielen Jahren der Diskussionen wollen die Eltern in Oberpfaffenhofen endlich Nägel mit Köpfen: Der Schulweg ihrer Kinder soll sicherer werden.

Wie das gehen könnte, dazu hat die Arbeitsgruppe „Sicherer Schulweg“ – in der neben Eltern und Schulleitung auch Behörden vertreten sind – ganz konkrete Vorschläge ausgearbeitet. „Wir wollen endlich etwas vorwärtsbringen“, sagte Schönwetter. Zusätzlich arbeite man an einem Schulwegeplan, „aber den kann man nicht rausgeben, wenn er unsicher ist“.

Muther: „Es ist ein altes Anliegen“

Unterstützt wurde das Weßlinger Trio beim Termin im Landratsamt auch von Bürgermeister Michael Muther. „Es ist ein altes Anliegen. Aber die Arbeitsgemeinschaft arbeitet sehr sachlich, ohne Emotionen, und sie hat konkrete Ideen“, sagte er. Die 400 Unterschriften stammen aus einer Initiative, die parallel zu dem Engagement der Arbeitsgruppe im Januar neuen Schwung in die Diskussion gebracht hatte.

Das Problem: Die Staatsstraße 2349 und die Weßlinger Straße durchkreuzen den Ort auf einer Länge von etwa zwei Kilometern. Um die Grundschule Weßling-Oberpfaffenhofen am Georg-Schmid-Weg zu erreichen, müssen die im nördlichen und westlichen Ortsbereich wohnenden Kinder mindestens eine der stark befahrenen Straßen queren. Es gibt keine deutlich markierten Überwege und auch der Schulweghelferdienst ist nicht immer lückenlos besetzt.

In ihrem Maßnahmenkatalog schlägt die Arbeitsgruppe unter anderem die Einrichtung einer Bedarfsampel vor, und zwar am einzigen offiziellen Schulweg-Übergang im Bereich der Metzgerei. Die Verkehrsbelastung von 264 Fahrzeugen pro Stunde gebe dies her, so Schönwetter. Ein Problem sind und bleiben die geparkten Autos vor der Metzgerei – sie ragen zumeist mit dem Heck auf den Gehsteig. Kerstin Schempp vom Amt für Verkehrswesen war skeptisch: „Die Flächen sind in Privatbesitz.“ Auch bei der Ampellösung reagierte sie zurückhaltend. Grundsätzlich sei die Straße wegen der engen Kurven unübersichtlich. „Wer dort zu schnell fährt, überfährt auch eine rote Ampel“, sagte sie. Maria Streifinger hatte zuvor von entsetzten Schulweghelfern berichtet, denen ein Raser einmal sogar eine Kelle aus der Hand gefahren hatte. „Wir sind hier, weil wir uns nicht mehr zu helfen wissen“, sagte sie.

Schulwegeplan wird weiter warten müssen

Einig waren sich die Anwesenden darüber, dass zumindest die Markierungen bei der Metzgerei zu erneuern sind. Schempp will außerdem die Beschilderung prüfen. Einigkeit herrschte auch darüber, dass der Übergang bei der Mariensäule, Argelsrieder Straße, zu gefährlich ist für die Kinder. Die AG hatte dort eine Plateaupflasterung vorgeschlagen, die eine Art Fußgängerbrücke suggeriert. Und auch die Parkplatzsituation an der Schule muss überdacht werden.

Auf längere Sicht setzen die Eltern auch Hoffnung auf eine Überplanung der Gautinger Straße, in deren Rahmen Mittelinseln und erhöhte Gehsteigkanten gebaut werden könnten. Zu dieser Art Zukunftsmusik zählt auch die Tatsache, dass beim möglichen Bau einer Straße von der Autobahnanschlusstelle Gilching zum Flughafen (wir berichteten) eine Tonnagebeschränkung, landwirtschaftlicher Verkehr ausgenommen, für Oberpfaffenhofen durchgesetzt werden könnte. „Denn der Schwerlastverkehr muss dann nicht mehr hier durch“, sagte Schönwetter. „Das muss man erst mal sehen, ob die Straße kommt“, sagte da Roth allerdings und wiegte den Kopf.

Nun werden erstmal die Fußwege-Markierungen erneuert. Das Landratsamt schaut sich die Beschilderung im Ort an. Und die Situation an der Mariensäule wird überprüft. Der Schulwegeplan wird weiter warten müssen.

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