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Die Mitarbeiter von Jonas Better Place zeigen am Mittwoch interessierten Starnbergern, wie es in den Wohncontainern in der Petersbrunner Straße aussieht. Luxuriös ist wahrlich anders.

Tag des offenen Containers

Sie sieht es in Starnbergs neuem Containerdorf aus

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Starnberg - Schöner Wohnen neben dem Wertstoffhof: Gestern wurden die neuen Asylcontainer an der Petersbrunner Straße der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie sollen demnächst bezogen werden.

Noch hängen die Schaukeln traurig und einsam herunter, riecht es in den einzelnen Container nach neuen Möbeln und Fliesenkleber. Aber in einigen Tagen soll Leben in die neue Containersiedlung in Starnberg einziehen. Auf dem Gelände neben dem Wertstoffhof an der Petersbrunner Straße, das lange als Lagerfläche genutzt wurde, sollen in den nächsten Tagen Asylbewerber einziehen.

Bis dahin wird das Areal rund um die Uhr bewacht, sagt Landrat Karl Roth. Zwar rechnet er nicht mit Brandanschlägen oder Straßenblockaden wie in Sachsen, „aber wir wollen kein Risiko eingehen“. Schließlich hat die Anlage mit insgesamt 96 Plätzen mehr als zwei Millionen Euro gekostet. Dafür gibt es lindgrün angepinselte Container, in denen jeweils sechs Menschen Platz finden. Die Einrichtung ist zweckmäßig. Doppelstockbetten, eine Küchenzeile, ein Tisch mit Stühlen, Dusche und Klo. Nicht luxuriös, aber ausreichend.

Und für Menschen, die bislang in Gemeinschaftsunterkünften mit Dutzenden anderen in einem Raum geschlafen haben, ein deutlicher Schritt hin zu mehr Privatsphäre. Daneben stehen rote Container, in denen unter anderem Waschmaschinen, Trockner und ein Schulungsraum für Deutschkurse untergebracht sind, erklärt Kreisbaumeister Dr. Christian Kühnel. Auch die Mitarbeiter von Jonas Better Place, die die Anlage betreuen sollen, werden hier ihr Büro haben. Dennoch wird nicht die gesamte Anlage an der Petersbrunner Straße zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt, berichtet Starnbergs Bürgermeisterin Eva John.

24 der insgesamt 96 Plätze hat sich die Stadt Starnberg gesichert. Als Unterbringungsmöglichkeit für Obdachlose, für anerkannte Asylbewerber und solche mit einem längerfristigen Bleiberecht. Längerfristig sind auch die Planungen mit der Containeranlage. Der Pachtvertrag der Stadt für das Gelände läuft bis 2024, berichtet John. So lange sollen auch mindestens die Container, die in Slowenien produziert und derzeit vom Landkreis in rauen Mengen angeschafft werden, genutzt werden.

Deswegen wird in den nächsten Wochen auch noch deutlich an der Verschönerung der Anlage gearbeitet, erklärt derweil Kreisbaumeister Kühnel den zahlreichen Starnberger Bürgern, die zur Besichtigung gekommen sind. So sollen in den nächsten Tagen an den größeren Containerflächen noch Rankgitter aus Holz montiert und Wein angepflanzt werden, der die Flächen bedecken soll. Wenn dann noch die Schaukeln besetzt sind, wird es gemütlich.

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