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Im letzten Jahr der "Carl Orff-Festspiele Andechs", die es nach 18 erfolgreichen Jahren nicht mehr gibt, hatte es eine Wiederaufnahme von "Der Mond" gegeben.

Carl Orff Festsspiele Andechs & Ammersee

Mit „Aktivposten“ ins neue Festivalzeitalter

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Andechs/Dießen - Die Orff-Festspiele werden fortgesetzt. Nach dem großen Bruch zwischen Kloster und Carl-Orff-Stiftung sitzen beide wieder an einem Tisch, wenn auch in anderer Konstellation: Das Kloster nur noch als Vermieter, Stiftungsvorsitzender Wilfried Hiller dafür als rechte Hand des neuen Veranstalters, der Cultus Production mit Florian Zwipf-Zaharia.

Die Fortsetzung des Orff-Festspiele, die Zwipf-Zaharia im Juli 2017 im Andechser Florianstadl plant, seien ausdrücklich nicht als Wiederaufnahme der Festspiele des Klosters zu verstehen, „das im vergangenen Jahr endgültig zu Ende gegangen ist“, betonte Klostersprecher Martin Glaab gestern bei der Vorstellung des neuen Konzepts in München. Zwipf-Zaharia meinte gleichwohl: „Wir sitzen an einem Tisch, das ist Zeichen genug.“ Mit seinem guten Freund Wilfried Hiller als „Aktivposten und Ratgeber“ übernimmt der Veranstalter künftig die künstlerische Gesamtleitung. „Es wird ein anderes Festspiel sein als bisher“, sagte er. Ein Neuanfang in Andechs – 25 Jahre nach dem ersten Wochenende der Musik anlässlich Orffs Geburtstag (10. Juli 1895).

Nach dem Ende der Festspiele im vergangenen Jahr begann auf dem Heiligen Berg ein „schwieriger Abwägungsprozess“, erklärte Glaab gestern. Es habe viele Anfragen gegeben. „Unser klares Ziel nach diesen Anfragen ist, das kulturelle Leben weiterzuführen und zu entwickeln. Und natürlich spielt Orff dabei eine zentrale Rolle.“ Glaab erinnerte daran, dass der Komponist in der Schmerzhaften Kapelle in der Wallfahrtskirche seine letzte Ruhestätte hat – und lobte den bisherigen Intendanten der Festspiele. „Nach wie vor ist das Kloster von Marcus Everding und der Arbeit, die geleistet wurde, überzeugt“, betonte Glaab. Wegen Everding und unterschiedlicher Auffassung über die Werkumsetzung war es zum finalen Zerwürfnis zwischen Kloster und Stiftung gekommen.

Wie berichtet, hatte Hiller als Vorsitzender der Stiftung wiederholt Kritik geäußert und zuletzt mit einer juristischen Auseinandersetzung gedroht. Interessanterweise hatte Hiller, der nun als „Aktivposten“ die neuen Festspiele begleitet, gestern den juristischen Vorstand der Stiftung im Gepäck. Als Freund des neuen Veranstalters sollte es an der Umsetzung diesmal wohl nicht scheitern. Auch nicht an der „Carmina Burana“, die Hiller noch im Vorjahr viel zu oft gespielt wurde. 2017 soll sie „in einer völlig unbekannten Fassung“ aufgeführt werden, in der Hintergründe des Werks herausgestellt werden sollen. Schießlich sei es Orff immer auch darum gegangen.

Diese Carmina Burana soll 2017 aber nicht in Andechs, sondern in Dießen Premiere feiern. Und damit macht sich schon der größte Unterschied zu den Vorgänger-Festspielen deutlich, denn es gibt wenigstens zwei Spielorte. In Andechs, wo das Kloster seinen Florianstadl dem Veranstalter zu Verfügung stellt – „die Verträge sind schon unterzeichnet“ (Zwipf-Zaharia) – sollen künftig Werke aufgeführt werden, die dort noch nicht zu sehen waren. Für 2017 ist „Diptychon“, das szenische Werk von Kommen und Gehen, auch als Weihnachts- und Osterspiel bekannt, geplant. Zugleich wird das in Dießen mit „Prometheus“ begonnene Figurentheater von Georg Jenisch als Griechen-Zyklus mit „Ödipus“ fortgesetzt. Darüber hinaus sind kleine Veranstaltungen wie Kammerkonzerte rund um den Ammersee geplant. Das detaillierte Programm soll im Oktober stehen, dann beginnt auch der Vorverkauf.

Weitere Informationen

unter www.carl-orff-festspiele.de

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