Die Villa im Refugium Beringer Park: Patienten mit schweren Erkrankungen wie Krebs, unheilbaren Leber- oder Lungenleiden sollen sich hier erholen können. Foto: jaksch

Ein Ort, an dem niemand alleine ist

Tutzing - Im Refugium Beringer Park in Tutzing sollen Schwerkranke und Sterbende auf ihrem Weg begleitet werden. Landratsamt und Gemeinde müssen dem Projekt noch zustimmen.

Eine Begegnungsstätte zwischen Kranken soll es werden. Ein Ort, an dem Menschen mit einer schweren oder unheilbaren Krankheit erleben, dass sie nicht alleine sind. Ein Ort, an dem ihre Verwandten sie gut untergebracht wissen und auch besuchen können. Das Projekt Refugium Beringer Park wurde vom früheren Tutzinger Chefarzt Dr. Hendrik Dobbelstein initiiert. Nach dem Tod des Tutzingers im vergangenen Februar kümmert sich nun seine Frau Doris zusammen mit neun weiteren Gesellschaftern der Gemeinnützigen Gesellschaft für Hospiz- und Palliativ-Wirken um die Entstehung des Refugiums.

„Vor seinem Tod hat mein Mann noch dieses sagenhafte 6000-Quadratmeter-Grundstück direkt am Tutzinger Bahnhof für das Refugium erwerben können“, sagt die Radiologin. „Mit der Renovierung der klassizistischen Villa haben wir Anfang Juni begonnen. Die Pläne für den zusätzlichen Neubau liegen auch schon vor.“ Allerdings müssten diese noch von Gemeinderat und Landratsamt genehmigt werden. Doch Dobbelstein ist sich sicher, dass hier kein Gegenwind zu erwarten ist. „Bei den Kassen und Ministerien rennen wir offene Türen ein, weil die sagen, so etwas gibt es noch nicht.“

Das Pilotprojekt besteht aus einer Pflegeakademie, die im renovierten Altbau untergebracht wird, und einem runden Glasneubau, in dem die Kranken untergebracht werden. An der Pflegeakademie sollen Intensivkurse zur palliativen Begleitung von Patienten angeboten werden. Das Refugium wird im Glasbau untergebracht. Dort sollen zwölf Zimmer mit Bad und Terrasse entstehen. Die Gäste sollen sich dort erholen und werden aber auch pflegerisch und medizinisch versorgt, mit besonderem Schwerpunkt auf Palliativpflege in enger Zusammenarbeit mit der ambulanten Krankenpflege Tutzing - und das gegebenenfalls rund um die Uhr.

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