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Neues Ehrenmitglied: Die Vorsitzenden Angelika Galata und Josef Huber (l.) ernannten Dr. Erich Denk.

Starnberg-Dinard

Eine Freundschaft feiert Geburtstag

Rundes Jubiläum für die Städtepartnerschaft: Beim Verein „Freunde von Dinard“ laufen die Vorbereitungen für das 40. Jubiläum auf Hochtouren.

Starnberg – Der Partnerschaftsverein „Freunde von Dinard“ wird demnächst zwar noch mit der Stadtspitze organisatorische Gespräche führen, die wichtigsten Eckdaten fürs Jubiläumsjahr stehen aber bereits fest, wie bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend bekannt wurde.

So werden im Museum Starnberger See ab 6. April Arbeiten des Pariser Fotokünstlers Didier Cocatrix gezeigt, die laut Sven Radtke vom Vorstand „eher die emotionalen als die dokumentarischen Aspekte der Partnerschaft, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Städte würdigen“. Am Mittwoch der Französischen Woche, dem 24. Mai, hält einer der Gründungsväter der Städtepartnerschaft, Altbürgermeister Heribert Thallmair, beim Kunstkreis Buzentaur einen Vortrag. Auch die für Pfingsten geplante Reise einer Starnberger Delegation nach Dinard steckt längst in den Vorbereitungen. Laut der Vorsitzenden Angelika Galata haben sich fast 40 Teilnehmer angemeldet.

Dazu gibt es heuer wieder den bewährten Jugendaustausch zu Ostern, die Würdigung des französischen Nationalfeiertags am 14.Juli und den Starnberger Weihnachtsmarkt in der Partnerstadt.

Vieles habe sich bewährt und mittlerweile überregionalen Ruf erlangt, sagte der stellvertretende Vorsitzende Josef Huber: „Mich haben Besucher aus München angesprochen und erzählt, sie kommen wegen der exzellenten Austern und der Crepes jedes Jahr extra nach Starnberg.“ Betriebswirtschaftler Huber dankte den Ehrenamtlichen und beschrieb das Erfolgsrezept der Französischen Woche so: „Personalkosten-Einsatz: 200 Prozent Herz, null Euro.“ Eine Tonne Roséwein, eine Tonne Weißwein und 2400 Austern (bei einem Finanzaufwand beider Partnerschaftsvereine von rund 20 000 Euro) generierten seit Jahren einen stabilen Umsatz von etwa 27 000 Euro, rechnete Huber vor.

Ob in der Partnerschaft „alles beim Alten“ bleibt, hängt allerdings von den demnächst stattfindenden Bürgermeisterwahlen in Frankreich ab. Dem Vernehmen nach hat die amtierende Rathauschefin, Martine Creiova-Schütz, ihre Mehrheit verloren. Womöglich haben veränderte Kräfteverhältnisse in Dinard auch Auswirkungen auf den dortigen Weihnachtsmarkt: Starnberg war 2016 mit Birgitt Mittermeier und Martine Zilliox mit einem eigenen Stand vertreten, aber eher „als isolierter Vorläufer“ – der eigentliche Weihnachtsmarkt startete erst eine Woche später, berichtete Angelika Galata. Wolle man auf dem Markt selbst mitmischen, müsse man womöglich mit Widerstand der einheimischen Konkurrenz rechnen. Dabei streben die Starnberger dort nun wirklich keinen Gewinn an: „Es ist ein Freundschaftsdienst für die Freunde aus Dinard“, betonte Galata.

Eine bewährte Kraft in ihren eigenen Reihen würdigten derweil die Starnberger: Wegen seiner jahrzehntelangen Verdienste um den Partnerschaftsverein wurde Dr. Erich Denk mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Denk war von 1985 bis 1997 sowie von 2003 bis 2012 im Vorstand des Vereins und hatte laut Galata als jahrelanger Leiter der Bayerischen Beamtenfachhochschule in Starnberg unter anderem „für kostengünstige Unterbringung der Gäste gesorgt“. Denk bedankte sich für die Ehrung und sprach einige mahnende Worte: „Wenn wir uns die heutige politische Entwicklung vor Augen halten, wird deutlich, dass man etwas dafür tun muss, damit es so bleibt mit der Völkerverständigung.“

Thomas Lochte

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