Erneut zum besten Herrschinger Spieler gewählt: Libero Ferdinand Tille. foto: svj

Volleyball

Die Party ist für TSV Herrsching vorbei

Herrsching - Die Volleyballer des TSV Herrsching verlieren auch das zweite Viertelfinalspiel gegen Meister Friedrichshafen.

Das war’s: Erwartungsgemäß hatte der TSV Herrsching gegen den VfB Friedrichshafen auch im zweiten Spiel das Nachsehen. Nach knapp zwei Stunden war am Donnerstagabend das Viertelfinal-Aus in der Nikolaushalle besiegelt. Mit 1:3 (33:31, 20:25, 14:25, 14:25) war es letztlich eine klare Sache für den Rekordmeister. Immerhin: Wie im Hinspiel konnte Herrsching zumindest einen Satz für sich entscheiden.

Während für Herrsching die zweite Erstliga-Saison vorbei ist, geht die Reise für Friedrichshafen und seinen Trainer Stelian Moculescu weiter. Im Halbfinale kommt es zum Duell mit den aufstrebenden United Volleys RheinMain.

TSV-Trainer Max Hauser zog nach dem Spiel ein positives Saisonfazit: „Ich bin absolut zufrieden.“ Und er sieht sich und seinen Verein noch lange nicht am Ende: „Es geht noch vieles besser, auf allen Ebenen. In der kommenden Saison wollen wir dann wieder einen Schritt weiterkommen.“ Im nächsten Jahr soll das Halbfinale ins Visier genommen werden. Und irgendwann möchte Hauser auch noch den Meistertitel mit Herrsching erringen.

Das Spiel begann mit einer halbstündigen Verspätung, da das Schiedsrichter-Gespann im Stau stecken geblieben war. Als es dann endlich losging, legten die Gäste los wie die Feuerwehr. Zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:1 für die Häfler. Doch Herrsching kämpfte sich in den Satz zurück. Auch weil die Annahme stabiler stand. Daniel Malescha hämmerte die Kugel ins VfB-Feld, Peter Ondrovic legte drei blitzsaubere Asse in Serie nach. Die VfB-Annahme offenbarte einige Schwächen. Bis Mitte des Satzes hatte Herrsching den Ausgleich geschafft (13:13), In der Folge ging es Punkt für Punkt hin und her. Nach der erstmaligen Führung (21:20) flippten die 1000 Zuschauer in der ausverkauften Nikolaushalle völlig aus. Die folgenden Minuten waren dann allerdings nichts für schwache Nerven. Friedrichshafen vergab drei Satzbälle, Herrsching sogar vier. Der fünfte aber saß. Michael Finger, der den verletzten Adrian Gontariu vertrat, schlug den Ball ins Aus. 33:31 für Herrsching. Die Nikolaushalle glich einem Tollhaus.

Danach nahm das Match jedoch seinen erwarteten Verlauf. Herrsching konnte das Niveau des ersten Satzes nicht halten. Der Rekordmeister seinerseits zeigte keinerlei Nerven und spulte sein Pensum nahezu humorlos runter. Zwar konnte Herrsching anfangs mithalten (zur ersten technischen Auszeit war man meist gleichauf), doch spätestens bei der zweiten Auszeit hatte sich Friedrichshafen einen komfortablen Vorsprung (13:16, 11:16 und 9:16) erspielt. Beendete man den zweiten Durchgang noch halbwegs ausgeglichen (20:25), waren die Sätze drei und vier (jeweils 14:25) eine kleine Machtdemonstration des Rekordmeisters, frei nach dem Motto: „Ihr seid vielleicht geiler, aber wir sind der Meister.“ Mit einem Ass sorgte Friedrichshafens MVP Baptist Geiler um 22.40 Uhr für den Halbfinaleinzug. Kapitän Patrick Steuerwald, der nach dem dritten Satz und drei Schmerztabletten aufgab, fehlte in den verlorenen Sätzen „die nötige Aggressivität wie im ersten Satz“.

Die Herrschinger Fans dürfen auf einen Verbleib der Nationalspieler Steuerwald, Ferdinand Tille, der wie im Hinspiel zum besten Herrschinger Spieler gekürt wurde, und Daniel Malescha hoffen. Hauser: „Wir sind in guten Gesprächen.“ Auf der Suche nach neuen Spielern sind Tille und Steuerwald auch mit eingebunden. Hauser hat den Entscheidungsträgern beim GCDW Herrsching seine Wunschspieler benannt. Namen wollte der Gymnasiallehrer keine nennen, nur so viel: „Es sind junge, deutsche Spieler, die aus Bayern stammen, die auf dem Sprung zur Nationalmannschaft sind.“ Diese Umschreibung würde auf David Sossenheimer und Tom Strohbach zutreffen. Beide spielten bis 2014 bei Generali Haching, nach deren Rückzug wechselten sie innerhalb der Bundesliga - Sossenheimer (19) zum TV Bühl, Strohbach zum TV Rottenburg. Dirk Schiffner

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