Mindestens sieben Wochen Pause: Gilchings Stürmer Florian Huber brach sich den Knöchel und riss sich die Außenbänder; außerdem sind die Innenbänder sowie das Syndesmoseband beschädigt. foto: svj

Fussball

Der Pechvogel des TSV Gilching

Gilching - Gilchings Stürmer Florian Huber muss mindestens sieben Wochen pausieren. Er brach sich im Trainingslager den Knöchel und riss sich die Außenbänder.

Sein größtes Ziel in der Vorbereitung war gewesen, verletzungsfrei zu bleiben. Das Trainingslager in Schwaz machte Florian Huber aber einen Strich durch die Rechnung. Bei einem Zweikampf traf ihn ein Teamkamerad so unglücklich, dass sein Knöchel in Stücke zerbrach, die Außenbänder rissen sowie die Innenbänder und das Syndesmoseband in Mitleidenschaft gezogen wurden. Für den Fußballer TSV Gilching kam dies einem Totalschaden gleich. „Manchmal hat man Glück im Leben, manchmal Pech“, kommentierte Huber seine Verletzung. In diesem Fall hatte er eher Pech.

Der 19-Jährige war mit großem Elan ins neue Jahr gestartet. Nachdem bereits im Sommer diverse Verletzungen seine Saisonvorbereitung behindert hatten, wollte er nun alles richtig machen. Huber sorgte für seine Kondition und ging ins Fitness-Studio, um seine Muskeln aufzubauen und seine Bänder zu stabilisieren. Bei den ersten Testspielen war der Stürmer gleich zur Stelle und zog kräftig vom Leder. Vier Treffer hatte er bei seinen Einsätzen vor der Winterpause erzielt. Nun hatte er wieder den Rhythmus, um seine Marke aus dem Vorjahr (14 Tore) anzupeilen. Dann kam Schwaz.

Huber wurde in Seefeld operiert, nachdem die Schwellung etwas nachgelassen hatte. Die nächsten sieben Wochen ist er zur Tatenlosigkeit verdammt. „Ich werde drei Monate keinen Fußball spielen können“, gibt er die Prognose der Ärzte wieder. Wenn alles perfekt läuft, kehrt er Mitte Mai wieder in den Kader zurück und kann in den beiden letzten Saisonspielen gegen Anadolu und Bad Tölz noch mitwirken. Doch er bleibt bei allem Ehrgeiz, der ihn treibt, Realist: „Ich möchte wieder fit werden, aber ohne zu überpacen.“

Seine Mannschaft muss ausgerechnet in der wichtigsten Saisonphase auf ihn verzichten. Gerade zum Neustart der Rückrunde trifft sein Ausfall den Tabellenführer der Bezirksliga Süd doppelt hart. Da Nick Schnöller noch für zwei Begegnungen gesperrt ist, kann Trainer Wolfgang Krebs mit Ramon Adofo nur einen waschechten Stürmer aufbieten. Huber ist jedoch überzeugt, dass andere für ihn in die Bresche springen: „Die Mannschaft ist stabil, wir werden das kompensieren.“ Alper Diker, der seine Qualitäten in der Offensive schon nachgewiesen hat, ist genauso eine Alternative wie Jonas Schmid. Völlig verzichten muss der Spitzenreiter aber nicht auf seinen dynamischen Stürmer. Am vergangenen Dienstag besuchte er das Team im Training. Auch am Samstag in Neuried will er seine Kollegen von außen unterstützen. „Ich lasse mich nicht unterkriegen“, sagt er kämpferisch. Seiner Mannschaft kann er mit dieser Ansage ein exzellentes Vorbild für die kommenden Wochen sein, wenn die Mission Meisterschaft Wirklichkeit werden soll.

Christian Heinrich

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