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Führungswechsel bei der Wehr: Martin Ammer, Kreisbrandrat Markus Reichart, Kommandant Sven Vermehren, Marc Berger, der neue Vorsitzende Christoph Schmid, Babsi Walter, Andreas Fissmann, Bürgermeisterin Eva John, Basti Mair, Georg Lengenleicher, Christian Benedikt und Manfred Vermehren (v.l.).

Freiwillige Feuerwehr Perchting

Neuer Vorstand für die Perchtinger Feuerwehr

Im 140. Jahr ihres Bestehens hat die Freiwillige Feuerwehr Perchting einen neuen Vorstand – und keine Aussicht, so schnell ein neues Gerätehaus zu bekommen. Immerhin kann Bürgermeisterin Eva John Hoffnung machen; erst ist allerdings ein anderer Ortsteil an der Reihe.

Perchting – Die Perchtinger Wehr hat ein einsatzarmes, aber doch zeitweise stürmisches Jahr hinter sich. Es gab Ärger, weswegen die Wehr ein Mitglied einbüßte und die Jugendarbeit derzeit auf Eis liegt. Die Zahl der Aktiven sank auf 26, was für die Einsätze aber ausreicht. Vorstand Martin Ammer fiel gesundheitsbedingt lange aus. Er dankte allen, die ihn unterstützt haben, und verwies auf die Aktionen des Jahres. Etwa den Tag der offenen Tür: „Wir konnten zeigen, wer wir sind und was wir leisten.“ In Zeiten, in denen Perchting durch Zuzug immer städtischer wird und man seine Nachbarn teilweise gar nicht mehr kenne, müsse man den Zusammenhalt fördern. „Eine gute Feuerwehr ist das Herzstück einer lebendigen Gemeinde“, betonte Ammer. Die Voraussetzungen in personeller und materieller Hinsicht – Letzteres auch dank der hauptamtlichen Feuerwehrler in Starnberg und der Unterstützung der Stadt – seien erfüllt. Erst vor Kurzem bekam die Wehr einen lang ersehnten Leuchtmast für ihr Löschfahrzeug.

Ammer: Vergangene sechs Jahre waren erfolgreich

In den sechs Jahren der Amtszeit, blickte Ammer vor den Neuwahlen zurück, habe man mit starker Unterstützung aus dem Ort ein zweites Fahrzeug anschaffen können. Das hat inzwischen die Stadt übernommen und bezahlt auch den Unterhalt. Auf den Transporter, für den sich die Wehr auch noch zwei Anhänger unter anderem mit Pumpen für Überschwemmungen angeschafft hat, könne man nicht mehr verzichten. Bei Einsätzen waren die Perchtinger 2016 weniger gefordert, was Kommandant Sven Vermehren als „nicht so schlimmer Jahr“ einstufte. Die 26 Aktiven mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren rückten zu 19 Einsätzen aus, darunter drei Brände und 13 technische Hilfeleistungen. Dazu kamen zahlreiche Übungen, darunter eine große in der Sonnau. Die sei, sagte der Kommandant, „sehr lehrreich“ gewesen – vor allem hinsichtlich der schwierigen Wasserversorgung. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen 3456 Stunden.

Neuer Vereinschef ist Christoph Schmid

Die Wehr änderte bei der Versammlung am Freitagabend ihre Satzung. So ist offizieller Sitz des Vereins nun das Gerätehaus; zur besseren Arbeitsverteilung wurden der Vorstand um drei Beisitzer erweitert und die Amtszeit auf drei Jahre verkürzt. Bei den Neuwahlen unter Leitung von Bürgermeisterin Eva John wurden Kommandant Vermehren und sein Stellvertreter Sebastian Mair ohne Gegenstimmen bestätigt. Einen Wechsel gab es im Verein: Neuer Vorsitzender ist Christoph Schmid, bisher kommissarischer Kassier, der sich deutlich gegen den nicht mehr Ort wohnenden Ammer durchsetzte. Babsi Walter ist neue zweite Vorsitzende, Marc Berger neuer Schriftführer – Martin Zerhoch hatte nach 24 Jahren im Vorstand aufgehört. Kassier ist nun Andreas Fissmann, die Kasse prüfen Manfred Kraus und Rudi Gröger. Vertrauensmann ist Christian Benedikt, die neuen Positionen der Beisitzer übernehmen Georg Lengenleicher, Martin Ammer und Manfred Vermehren. Er als bisher zweiter Vorsitzender und Ammer wurden für ihr langjähriges Engagement mit Ehrennadeln ausgezeichnet.

Jubiläumsfeier im kleinen Kreis

John überbrachte den Dank von Stadtrat und Verwaltung und betonte, das Gerätehaus sei „nicht vergessen“. Andere seien aber schlechter dran, weswegen Wangen bei Neubauplanungen derzeit Vorrang habe. Zudem sei der Standort noch nicht ganz klar, auch wenn Flächen neben dem Kinderhaus, das demnächst gebaut werden soll, derzeit vermessen werde. Unter anderem geht es um die Frage, ob ein Neubau eine direkte Ausfahrt zur Staats- und Kreisstraße bekommen könne. Kreisbrandrat Markus Reichart sagte dabei die volle Unterstützung der Kreisbrandinspektion zu.

Das Jubiläum wollen die Perchtinger im kleinen Kreis feiern, mit den Wehren aus der Nachbarschaft und den Perchtingern. Termin ist der Sonntag, 25. Juni.

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