Gefahr in Verzug: Die Feuerwehren löschten das Sonnwendfeuer am Ortsrand von Perchting. Es drohte sich auszubreiten, und ein angrenzender Stadel hatte sich bereits mächtig aufgeheizt. foto: feuerwehr/Marc berger

Es wurde größer als gedacht

Feuerwehr muss Sonnwendfeuer löschen

Perchting - Ein Sonnwendfeuer bei Perchting ist am Samstagabend deutlich größer ausgefallen als erwartet. Feuerwehr und Polizei sahen Gefahr in Verzug und löschten es.

Der 52-jährige Veranstalter hatte eigentlich alles richtig gemacht und die private Feier samt Sonnwendfeuer bei der Stadt Starnberg angemeldet. Die hatte offenbar trotz der großen Trockenheit nichts dagegen. Als am Samstag neben dem Stadel am Zubringerweg zur Sonnau bis zu 30 Meter hohe Flammen in die Höhe schlugen, hatte der Spaß ein Ende: Anlieger vermuteten hinter dem mächtigen Feuer den Brand eines Stadels und alarmierten die Polizei.

Als die Wehren aus Starnberg, Hadorf, Maising und Söcking sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion vor Ort eintrafen, löschten sie zunächst die in Brand geratene Wiese rund um das Sonnwendfeuer, berichtet der Perchtinger Kommandant Sven Vermehren. Zudem untersuchten die Brandschützer den Stadel, auf dem Antennen mehrerer Mobilfunkanbieter stehen, mit einer Wärmebildkamera. Laut Polizei hatten sich die Holzfassade des Stadels bereits auf 80 und die Metallkästen der Mobilfunktechnik auf 100 Grad aufgeheizt. Die enorme Hitze setzte auch den umliegenden Büschen und Sträuchern zu, die eine bräunliche Färbung annahmen. Die Beamten wiesen die Feuerwehren an, das Feuer zu löschen.

Der Veranstalter war damit allerdings ganz und gar nicht einverstanden. Laut Kommandant Vermehren kam es sogar zu einer kleinen Rangelei. Der Mann habe versucht, den Wehren das Wasser abzudrehen. Die Polizei wurde erneut zur Hilfe gerufen.

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