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Pfarrer Helmut Friedl beim Erntedank-Segen: Der Geistliche verlässt nach 25 Jahren das Dekanat Starnberg.

Pfarrverband Pöcking, Feldafing, Traubing

Pfarrer Friedl verlässt Starnberger See

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Pöcking - Nach 25 Jahren seelsorgerischem Wirken verlässt Pfarrer Helmut Friedl den Starnberger See. Am 1. September übernimmt er die Pfarreiengemeinschaft Kaufering. 

Die Erkenntnis offenbart sich nach und nach. Seit Pfarrer Helmut Friedl vergangenen Sonntag im Gottesdienst verkündet hatte, dass er zum 1. September die Pfarreiengemeinschaft Pöcking verlässt und nach Kaufering geht, wächst die Traurigkeit in den Pfarreien Feldafing, Pöcking und Traubing. Auch bei ihm selbst: „Es ist für mich auch schwierig“, sagt er.

Dass er selbst zu kämpfen hat, hätte er eigentlich nicht erwartet. Denn die Entscheidung zu gehen nach 25 Jahren im Dekanat Starnberg – erst Kaplan in Starnberg, dann 21 Jahre Pfarrer in Traubing und Feldafing und 15 Jahre in Pöcking –, kam von ihm selbst. Nicht, weil er im Alter von 57 Jahren noch unbedingt eine neue Herausforderung meistern wolle, sagt er. „Es ist für die Pfarreien gut, wenn ein neuer Geist, frische Ideen und ein frischer Wind kommen.“

Er habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, sagt der Geistliche. „Nach den vielen Jahren habe ich Sorge, dass vieles verkrustet ist, dass manche sich nur wegen mir in ihren Ämtern engagieren.“ Das wolle er nicht. „Für die Leute soll das Gemeindeleben wichtig sein, der Pfarrer ist zweitrangig.“ Deshalb habe er das Amtsblatt studiert und sich am Küchentisch für die im September frei werdende Pfarrstelle in Kaufering beworben, ohne einen weiteren Besuch dort gemacht zu haben. „Dann habe ich es dem lieben Gott überlassen.“ Bischof Konrad Zdarsa habe ihm dann die Pfarreiengemeinschaft Kaufering übertragen. Nächste Woche wolle er sich mit dem Kollegen dort erstmals besprechen.

In Kaufering erwartet den Theologen, der auch ausgebildeter Gymnasiallehrer für Erdkunde und Wirtschaft- und Rechtslehre ist, vermutlich mehr Arbeit als am Starnberger See. Mit 6000 Katholiken in in vier Pfarreien hat er etwa 1000 Schäfchen mehr zu betreuen als bisher. Zudem wird zum 1. September dort die Kaplanstelle gestrichen.

Wer ab September die Pfarreiengemeinschaft Pöcking übernimmt, muss die Erzdiözese noch klären. Im nächsten Amtsblatt soll die Stelle ausgeschrieben werden. Dann sehe man weiter, sagte ein Bistumssprecher am Freitag. „Wir haben gute Gremien und eine gute Stimmung“, wirbt Friedl.

Auf die Pfarreiengemeinschaft Pöcking kommen vermutlich noch mehr Veränderungen zu. Wie Friedl sagte, denkt Pater Varghese mit 71 Jahren an die Rente. Diakon Werner Schwarzwalder und Gemeindereferentin Silvia Pöschl blieben den Gläubigen jedoch erhalten.

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