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In Friedrichshafen gesetzt: Julius Höfer tritt mit seinen Herrschingern am Samstag im ersten Playoff-Match beim haushohen Favoriten am Bodensee an.

Volleyball

Pflicht erledigt, jetzt kommt die Kür

Herrsching - Ihr Saisonziel haben die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching erreicht. Im Playoff-Viertelfinale wartet jetzt Rekordmeister Friedrichshafen.

Alles andere als ein Ausscheiden Herrschings wäre eine echte Sensation. In der Hauptrunde gewann der Rekordmeister Friedrichshafen zweimal 3:0. Vor dem ersten Aufeinandertreffen am Karsamstag, 19.30 Uhr (live bei sportdeutschland.tv) rechnet sich Max Hauser jedoch eine Außenseiterchance aus. „Wir können unangenehm werden“, sagt der TSV-Coach vor dem Trip an den Bodensee. „Wir müssen dem Aufschlagdruck standhalten und verhindern, dass Friedrichshafen leichte Punkte über die Mitte macht.“

Personell kann der Herrschinger Übungsleiter aus dem Vollen schöpfen. Vor allem auf Annahme/Außenangreifer-Position hat er die Qual der Wahl. Neben Julius Höfer, der sicher als gesetzt gelten darf, muss sich Hauser zwischen Florian Malescha, Phillip Trenkler und Benedikt Doranth entscheiden. „Alle haben ordentlich trainiert und sind gut drauf.“ Wer letztlich spielt, entscheidet Hausers Taktik.

So ist und bleibt Patrick Steuerwald das einzige Sorgenkind im Herrschinger Team. Seit mittlerweile sechs Wochen plagt sich der Kapitän mit einer Kapselverletzung an der linken Hand herum. „Richtig gut wird es bei ihm wohl diese Saison nicht mehr“, ahnt Hauser. Dennoch wird Steuerwald in Friedrichshafen in der Startformation stehen. Als Ersatz steht Tobias Neumann parat. In der zweiten Pre-Playoff-Partie in Rottenburg wechselte Hauser im dritten Satz Neumann für den glücklosen Steuerwald ein und wurde belohnt.

Zu verlieren haben die Ammerseer am Bodensee, wo sie noch nie einen Satz gewinnen konnten, ohnehin nichts. Der Erfolgsdruck liegt ganz klar bei den Gastgebern. Kürzlich hat dort Coach Stelian Moculescu sein Karriereende angekündigt. Seine Erfolgsbilanz ist einzigartig in Deutschland: 13-mal Deutscher Meister, 13-mal Pokalsieger und einmal Champions-League-Sieger (2007). Der 65-Jährige will sich mit dem 27. nationalen Titel verabschieden.

Sollte Herrsching gegen Friedrichshafen ausscheiden, ist zumindest für Hauser die Saison noch nicht beendet. Der 32-Jährige hat bereits die Zusage, bei Moculescu im weiteren Saisonverlauf hospitieren zu dürfen. Hauser: „Danach weiß ich dann hoffentlich alles.“ Und wenn man den großen Favoriten aus Versehen aus dem Wettbewerb kegeln sollte? „Dann darf Herr Moculescu eben zu uns kommen“, schmunzelt Hauser.

Dirk Schiffner

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