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Wechsel in der Bereitschaft: der neue stellvertretende Leiter Markus Lauber mit Bereitschaftsleiter Dr. Paul Geschwendt, Michael Wrase (geehrt für 40 Jahre), dritte Bürgermeisterin Marlene Greinwald und Gemeinderätin Stefanie von Winning (v.l.).

Garage abgerissen

Platzmangel bei der Bereitschaft

Tutzing - Die Bereitschaft des BRK in Tutzing leidet unter Platzproblemen - und nicht nur das. Die Mitglieder sind aber hoch engagiert bei der Sache.

Für die Mitarbeiter der Tutzinger Bereitschaft im Bayerischen Roten Kreuz (BRK) war es ein echtes Erfolgserlebnis: Sie reanimierten eine Frau, die Patientin kam ins Krankenhaus – und konnte es bald darauf ohne Einschränkungen wieder verlassen. „So etwas ist immer wieder Ansporn für uns“, sagte Bereitschaftsleiter Dr. Paul Geschwendt am Montag bei der Jahreshauptversammlung im Traubinger Buttlerhof.

Das Aufgabenspektrum ist groß. Es reicht vom Katastrophenschutz über den Sanitätsdienst und soziale Dienste bis zum „Helfer vor Ort“. Eine Schnelleinsatzgruppe (SEG) Technik und Sicherheit in Tutzing ist seit März 2015 in die Alarmpläne des Landkreises Starnberg eingebunden – als „rollende Werkzeug- und Ausstattungskiste für die anderen Dienste“, wie Geschwendt sagte. Stark eingebunden ist die Bereitschaft auch bei der Flüchtlingshilfe und vielen Veranstaltungen. Alles in allem brachte sie es 2015 auf 325 Einsätze mit 1726 Einsatzstunden – nicht eingerechnet Verwaltungsarbeit, Fahrzeug- und Materialpflege sowie Bereitschaftszeiten, sagte Geschwendt, der am Montag seinen neuen Stellvertreter Markus Lauber ins Amt einführte.

Beispielhaft für hohes Engagement steht Michael Wrase, der für 40-jährigen Dienst beim BRK ausgezeichnet wurde. „Ich ziehe den Hut, dass es so eine kleine Mannschaft auf so viele Einsatzstunden bringt“, lobte BRK-Kreisgeschäftsführer Jan Lang. Doch das Rote Kreuz leistet in diversen Gemeinden des Landkreises unter Raumproblemen, sagten Lang und Karlheinz Anding, der stellvertretende Vorsitzende des BRK-Kreisverbands. Besondere Schwierigkeiten werden in Tutzing beklagt, da wegen Neubauten eine Garage bei der Rotkreuz-Alm abgebrochen wurde. Für ein Wassernotfahrzeug und wichtige Geräte gebe es zurzeit keine Unterbringungsmöglichkeit, sagte Lang. Anding kam sich in der Gemeinde „wie ein Bittsteller“ vor. Auch über Probleme an etlichen anderen BRK-Standorten im Landkreis Starnberg waren Klagen zu hören.

Zur Versammlung gekommen waren auch Tutzings dritte Bürgermeisterin Marlene Greinwald und Gemeinderätin Stefanie von Winning. Die dritte Bürgermeisterin sagte, Tutzing habe das BRK immer unterstützt. Die Gemeinde allein sei jedoch überfordert – der Landkreis müsse einspringen. Lösungen müssten in konstruktivem Miteinander gesucht werden, nicht im Konflikt, mahnte sie.

Das habe man immer wieder versucht, auch beim Landkreis, erwiderten Anding und Lang – bisher ohne Erfolg.

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