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Stört sich seit Jahren am „Trimmrad“ und dem „Double-Armtrainer“ auf dem Spielplatz am Lindenberg: Deshalb hat Wolfgang Garnreiter Unterschriften gesammelt. Sein Antrag wurde nun im Hauptausschuss behandelt. 

„Trimmrad“ und ein „Double-Armtrainer“

53 Unterschriften gegen Fitness-Geräte auf Pöckinger Spielplatz

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Anwohner des Lindenbergs in Pöcking fordern per Unterschriftenliste von der Gemeinde, die Fitnessgeräte an einem Spielplatz abzubauen. Doch ein passender Alternativstandort ist nicht in Sicht.

Pöcking – Ein „Trimmrad“ und ein „Double-Armtrainer“ sind am Lindenberg in Pöcking unerwünscht. 53 Unterschriften hat Wolfgang Garnreiter dagegen gesammelt. „Ich hätte auch noch mehr bekommen“, sagt er überzeugt. Für ihn und die anderen Bürger ist klar: Die beiden Fitnessgeräte, die auf dem Spielplatz des Wohnviertels stehen, müssen weg.

Sein Antrag war am Dienstagabend Thema im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde. Während der Sitzung musste sich Garnreiter viel ärgern, immer wieder war ein „Nicht-zu-fassen“ aus dem Zuschauerraum zu vernehmen. SPD-Gemeinderätin Amelie Erhard beantragte nach längerer Diskussion, das Thema zurückzustellen. Außerdem soll die Gemeinde nach Alternativstandorten für die Geräte Ausschau halten und dabei auch sämtliche Sicherheitsaspekte prüfen. Erhards Antrag ging durch.

Ein Teilerfolg für Garnreiter: Schließlich war er vor einem Jahr mit dem gleichen Ziel gescheitert. Im Oktober 2018 hatte der Ausschuss die Verlegung der Geräte auf einen Grünstreifen zum Ahornweg an der Sozialstation abgelehnt. Begründung: Der Standort sei unattraktiv und selbst von der Leitung der Sozialstation nicht gewünscht.

Gemeinde-Verwaltung denkt anders über „Generationenplatz“

In der Sitzung am Dienstag wurde deutlich, dass die Rathaus-Verwaltung und die Lindenberg-Bewohner grundverschieden über den sogenannten Generationenplatz denken. Die Grundidee: Jung und Alt sollen sich dort gemeinsam körperlich betätigen können. Für Garnreiter, der den Spielplatz regelmäßig mit seinen Enkeln besucht, ist aber klar: „Die Dinger werden überhaupt nicht genutzt.“ Er findet, dass Freifläche für Kinder verschenkt wird, die dort zum Beispiel Fangen spielen könnten.

Die Ansicht der Gemeinde ist ganz anders, was schon aus der Sitzungsvorlage hervorging: „Die Gegenargumente des Antragstellers sind zugleich Argumente, die für den Standort sprechen“, heißt es darin. Die Geräte würden nicht nur verhindern, dass Kinder unbedacht direkt auf die Straße laufen – sondern auch Ballspiele unterbinden. Dafür sei das abschüssige Gelände nicht geeignet. Geschäftsleiter Sven Neumann betonte, dass ihm die Verkehrssicherheit wichtiger ist als etwas mehr Spielfläche für Kinder. In ihrer schriftlichen Stellungnahme weist die Gemeinde auf den Bolzplatz am Rande des Wohngebiets und ein Kleinfeld am Sportplatz in der Nähe hin.

Bürgermeister: „Geräte nicht im Bauhof versauern lassen“

Albert Luppart (PWG) merkte an, dass ein Abbau teuer sei, weil die Geräte fest im Boden verankert seien. Bürgermeister Rainer Schnitzler stellte klar: „Ich bin dagegen, die Geräte abzubauen und sie im Bauhof versauern zu lassen.“ Simone Greve (Grüne) gab zu bedenken: „Es kommt mir so vor, als wüssten wir nicht wohin mit den Geräten. Aber wir haben 53 Unterschriften vorliegen. Wir sollten uns diesen Wunsch schon zu Gemüte führen.“

Es folgte der Antrag von Amelie Erhard. Trimmrad und Double-Armtrainer werden das Gremium mit großer Sicherheit nicht das letzte Mal beschäftigt haben.

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