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Bleiben meisten kuhl, manche Kühe reagieren aber nervös auf Böllerschüsse.

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Kommentar zum Pöckinger Böllerstreit

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Pöcking - Ein Landwirt läuft Sturm gegen das traditionelle Neujahrsanblasen in Pöcking. Was ist davon zu halten? Ein Kommentar.

Als zugereister Neu-Bayer tut man sich manchmal schwer, die hiesigen Traditionen zu verstehen. Als die Böllerschützen in Krailling an Silvester schießen wollten, regte sich erheblicher Widerstand. Die vom Krieg traumatisierten Flüchtlinge würden dadurch verschreckt, fürchteten einige Gemeinderäte.

Der Gegenwind, den sie dafür zu spüren bekamen, war nah an der Orkanstärke. Die Böllerei, so wurde damals argumentiert, gehöre zu Bayern wie der Gamsbart und die Weißwurst. Nun aber kollidieren in Pöcking gleich zwei urbayrische Traditionen: Die Viehzucht und die Böllerschützen.

Wie das Kräftemessen ausgeht, ist noch völlig offen. Wobei, wie ich gestern gelernt habe, auch das Traditionsbewusstsein der be-böllerten Kuh Auswirkungen auf deren böllerbedingten Stresspegel hat. Eine Viehhalterin beschrieb es schön so: „Also unsere Kühe, die schauen beim ersten Böllerschuss blöd. Beim zweiten etwas blöder. Und beim dritten bewegen sie sich vielleicht ein bisschen.“

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