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So soll das Areal des Bürgerhauses gestaltet werden.

Bürgerhaus Pöcking

Dicker Daumen auf der Kalkulation

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Pöcking - Die Architekten des geplanten Bürgerhauses in Pöcking kämpfen um jeden Euro. Bürgermeister Rainer Schnitzler bleibt hart: Der Entwurf für den Bau kommt erst in den Gemeinderat, wenn der vorgegebene Kostenrahmen am Ende eingehalten wird.

Acht Millionen Euro. Kein Cent mehr. Darauf verständigte sich der Gemeinderat im vergangenen Jahr, um das zuvor auf über 14 Millionen Euro aufgeblähte Projekt so abzuspecken, dass es für die Gemeinde leistbar ist. Das stellt die Architekten vor durchaus erhebliche Probleme. Denn für diese Summe muss ein Rundum-Paket geschnürt werden: Saal, Gaststätte, Vereinshaus für Schützen und Blasmusiker, Parkplätze, Verlegung der Zufahrt. Da muss jeder Euro zweimal umgedreht werden.

Das dauert. Ursprünglich wollten Schnitzler und die Architekten die Detailentwürfe für das Bürgerhaus bereits im Februar in den Rat bringen. Nun wird auch die März-Sitzung am kommenden Donnerstag verstreichen, ohne dass abschließend über das Bürgerhaus entschieden wird. Schnitzler sieht das gelassen: „Wir haben Zeit.“

Grund für seine Gelassenheit: Der Gemeinderat beschloss bereits im Januar den entsprechenden Bebauungsplan, der Baurecht schafft. Der liegt gerade zur Genehmigung beim Landkreis, was bis zu drei Monate dauern kann. Wie das Gebäude aussehen wird, kann dagegen relativ kurzfristig beschlossen werden, sagt Schnitzler.

Moderne Holzständerbauweise

Wenn es im April nicht klappe, „dann eben im Mai“, meint der Bürgermeister. Doch droht jetzt der repräsentative Neubau, über den in Pöcking schon seit mehr als sieben Jahren geredet wird, zu einer unschönen Sparvariante zu verkommen? „Nein“, verspricht Rainer Schnitzler. Er schränkt aber ein, dass Abstriche gemacht werden müssen, um den Kostenrahmen einzuhalten.

Höchstwahrscheinlich werden die Gemeinderäte aber wie jeder Häuslebauer eine Aufpreisliste neben ihrem Entwurf liegen haben. „Für den Saal brauchen wir eine Belüftungsanlage. Wenn der Rat wünscht, dass auch die Vereine eine solche Anlage bekommen sollen, dann ist das eine politische Entscheidung“, nennt Schnitzler ein Beispiel. Seine PWG-Fraktion habe von vornherein gesagt, dass sie auch kein Problem damit habe, wenn der Bau am Ende neun Millionen Euro kostet. „Aber ich achte den Wunsch des Rates, dass das Projekt die Acht-Millionen-Marke nicht reißt“, meint er.

Der Bau werde dennoch schick und modern: Das ehemalige Betondach ist vom Tisch, stattdessen bekommen der Saal und das Vereinshaus Satteldächer, die Lagerräume und die Haustechnik aufnehmen sollen. Aus ökologischen Gründen werde das Bürgerhaus zudem in moderner Holzständerbauweise errichtet. „Das ist nicht nur energieeffizienter, bereits beim Bau ist die Energiebilanz dramatisch besser als bei Beton- oder Ziegelbauweise“, meint der Bürgermeister. Doch wie genau die Bauten aussehen, das ist noch streng geheim.

Gnadenfrist für das Asyl-Zeltlager

Der Zeitplan für den Bau des Bürgerhauses steht dennoch. Im Herbst soll ausgeschrieben werden, weil man über die Wintermonate laut Schnitzler in der Regel deutlich bessere Baupreise bekommt als im Sommer. Wenn dann die Vergabe erfolgt ist, soll im Frühjahr/Sommer 2017 mit dem Bau des Bürgerhauses begonnen werden.

Bis dahin könnten theoretisch auch die Zelte der Flüchtlingsunterkunft noch stehen bleiben. „Wir haben zwar nur einen Vertrag mit dem Landkreis bis Oktober für die Flüchtlingsunterkünfte unterschrieben“, berichtet Schnitzler, fügt aber hinzu: „Ich hätte kein Problem damit, wenn wir die Nutzung noch bis zum Beginn der Bauarbeiten verlängern.“

So bleibt mehr Zeit, um einen alternativen Standort im Ort für die Unterbringung der Flüchtlinge zu finden. Entsprechende Gespräche würden gerade intensiv geführt, sagt der Bürgermeister. Wo die Unterkunft hinkommen soll, will er freilich nicht verraten, bis alles in trockenen Tüchern ist.

„Es muss ein Grundstück am Ortsrand sein, wo ein Kanal liegt, ein Wasseranschluss vor der Tür ist und eine Straße hinführt – da haben wir in Pöcking nicht so viele Möglichkeiten“, gibt er zumindest einen Tipp.

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